Besuch von Yvonne Fiedler, Yvette Höner, Regula Tanner, Ramona Piosik und Jackie Weiss im Menhely Ungarn im Mai 2018

Eine bewegende Reise nach Ungarn liegt hinter uns. Wir alle sind tief beeindruckt von den enormen Leistungen unseres Partner-Tierheims Menhely.

Vieles wurde verändert und verbessert, viele Projekte wurden besprochen und vieles in Angriff genommen. Wir freuen uns auf eine weiterhin gute und konstruktive Zusammenarbeit, die unseren Schützlingen zugute kommen wird.

Auch diesmal mussten wir in viele traurige Hundeaugen blicken. Und bei jedem dieser Anblicke will man nur eines: Die Vierbeiner so schnell wie möglich in ein liebevolles, geborgenes Zuhause retten und ihnen damit eine lebenswerte Zukunft sichern!

Neben all den schlimmen Einzelschicksalen - wo wir so gut wie möglich Hilfe leisten - haben wir auch grössere Projekte. Ohne Ihre Hilfe schaffen wir das alles nicht.

Aber immer wieder können wir die beglückende Erfahrung machen, dass Sie, liebe Spenderin und Spender, uns auf unserem Weg begleiten und grosszügig unterstützen. Mit Ihnen an unserer Seite haben wir bereits vieles bewegt und vieles erreicht. Dank Ihnen werden wir noch vielen Tieren ein HAPPYEND ermöglichen können. Dafür danken wir Ihnen aus tiefstem Herzen. Bleiben Sie uns bitte auch weiterhin gewogen - nur gemeinsam sind wir stark.

Wichtig war unsere Besprechung mit Dr. Guyla, dem Heimtierarzt, welcher unter der Woche zwei bis drei Stunden im Menhely arbeitet. Der Infor-mationsaustausch zwischen Tierarzt und animal-happyend ist sehr intensiv und umfangreich. Wir freuen uns, dass auch hier wichtige Entscheidungen getroffen werden konnten- immer zum Wohl für die Tiere vor Ort.

Eines von vielen Projekten

Viele Hunde sind zurzeit dehydriert, da die Wassernäpfe in der Rudelhaltung immer wieder umkippen. Dies passiert beim Spielen oder weil die Hunde bei warmen Temperaturen versuchen, sich darin abzukühlen. Verschiedene neue Varianten wurden ausprobiert. Nun sind wir zum Schluss gekommen, dass das sogenannte "Balkon-Blumenkasten-Symstem" mit spezieller Hängevorrichtungen das Wasserproblem löst. Wir brauchen davon rund 200 Stück für alle Kennels.

Die Kosten inkl. Schlosser belaufen sich auf etwa Fr. 7000. Wir danken Ihnen für Ihre finanzielle Mithilfe und freuen uns, dieses Projekt bald umsetzen zu können.

Weitere aktuelle Projekte finden Sie hier.

Ein paar letzte Worte zu den Neuzugängen: Während unseres Aufenthaltes kamen an einem einzigen Tag 15 neue Hunde ins Tierheim. Sie müssen von Gesetztes wegen 2 Wochen in der Quarantäne ausharren. Diese Zeit ist eine sehr schlimme und äusserst harte Periode. Verletzte Hunde dürfen noch nicht operiert werden.

Der Gang durch die Quarantäne-Station lässt uns immer wieder erschüttert zurück: Da ein total erschöpftes Hundemami mit drei Tage alten Welpen. Werden sie es schaffen? Da eine alte Labrador Hündin, welche voller Tumore ist. Die Tumore sind schon so gross, dass sie kurz vor dem Platzen sind. Und trotz all dem vertraute uns die alte Dame auf den ersten Blick und marschierte sozusagen mit einem Lächeln auf uns zu. Wir staunten - und waren zuteiefst berührt. Sie hatte bestimmt ein Zuhause, doch war man ihr wohl nicht mehr gut gesinnt. Alt, krank, man kann sie nicht mehr brauchen. Da ein total eingeschüchterter Rüde. Sitzt in der Ecke, die Kette und den Draht noch um den Hals gebunden und bereit, sich zu wehren. Wird er es schaffen, den Menschen je wieder zu vertrauen? Unter Narkose konnte inzwischen die Kette gelöst werden dabei sah man in sein Maul, da er ständig blutete: Viele Zähne sind abgebrochen, der ganze Schlund ist voller offener Wunden und Bakterien.....Wie lange hat er wohl versucht, sich von der Kette loszubeissen?

Trauriger Alltag! Das Menhely-Team und animal-happyend geben nicht auf und kämpfen weiter. Wir danken Ihnen, dass Sie uns weiterhin unterstützen. Und sagen DANKE. Danke, dass es auch gute Menschen gibt - Menschen wie Sie.

Yvonne Fiedler und Yvette Höner / Leitung animal-happyend