Erfahrungsbericht über Cora
Publiziert: Freitag, 18.05.2018
Cora – Unser Happyend. Jahresrückblick
Der erste Tag im neuen Zuhause
Lange haben wir auf den Tag hingefiebert, an dem wir endlich unsere zukünftige Familienhündin Cora, welche erst vier Monate alt war, abholen durften. Am 21. März 2017 warteten wir aufgeregt auf dem Parkplatz in Rüschlikon, bis der Transporter aus Ungarn eintraf. Als der Transporter da war und die Tür aufging, erkannten wir Cora sofort. Neugierig hat sie aus ihrer Box herausgeguckt, unwissend, wer dort auf sie wartet. Endlich waren wir an der Reihe und Cora wurde aus ihrer Box gelassen und die Leine wurde uns übergeben. Sofort klammerte sich Cora an das Bein von Luca, als wüsste sie, dass sie bei ihm sicher sein wird. Wir dachten, Cora muss bestimmt durstig sein, weshalb wir ihr Wasser in einem Napf anboten. Die kleine war aber viel zu aufgeregt um zu trinken und sich lösen konnte sie auch nicht. Auf der Heimfahrt hat sie gleich ein „Kuscheltier“ bekommen – ein Äffchen aus Baumwolltau, auf dem sie während der Fahrt herumnagen konnte. Als wir zuhause angekommen sind, staunten unsere Katzen nicht schlecht, was wir da für ein neues Tier mit nachhause gebracht haben. Als Cora sich etwas entspannt hat, löste sie sich dann gleich drei Mal auf unserem Wohnzimmerteppich. Später bekam sie dann ihr erstes Mittagessen. Sie durfte nur sehr kleine Portionen essen, mehrmals über den Tag verteilt, weil sie stark ausgehungert war und sie nicht schlingen sollte. Sie war für ihre Grösse viel zu leicht, wog nur 11 kg und war stark abgemagert. Dankbar futterte sie ihre erste Portion und trank auch ein paar Schlücke Wasser. Nach dem Essen hat sie sofort wieder unsere Nähe gesucht, sie wich uns keine Minute von der Seite. Wir gingen sehr oft mit ihr nach draussen, damit Cora ihr Geschäft erledigen konnte – sie war aber viel zu unsicher, um sich draussen zu lösen. Dies passierte dann meist direkt nach dem Reinkommen in die Wohnung, weil sie sich nur dort sicher fühlte, was mehr als verständlich ist, wenn man sich in ihre Situation versetzt. Gegen Abend bekamen wir noch Besuch vom Cousain von Luca. Cora reagierte sehr freundlich auf den Besuch und genoss viele Streicheleinheiten. Später haben wir uns schlafen gelegt, Cora schlief selbstverständlich in Ihrer Box, direkt neben unserem Bett. Die erste Nacht verlief sehr unruhig, Cora hatte starken Durchfall und trotz unseren Massnahmen, stündlich mit ihr rauszugehen, passierte das Geschäft meistens in ihrer Box. Dies war aber nicht schlimm, denn wir hatten die kleine schon so sehr ins Herz geschlossen, dass uns der Rest egal war. Nach der ersten Nacht waren wir sehr müde aber zugleich auch extrem glücklich, endlich unseren Familienhund gefunden zu haben. In den Stunden, die Cora bei uns war, hat sie sich so lieb und freundlich verhalten, besser hätte man es sich nicht wünschen können. Man spürte sehr stark, wie dankbar Cora war, endlich eine Familie gefunden zu haben, die sie liebt und ihr alles bietet, was sie zum Glücklichsein braucht.
Die erste Woche
Weil der Durchfall sich nicht legte, fuhren wir zum Tierarzt, welcher ihren Bauch abtastete und fühlte, dass sie zu einem früheren Zeitpunkt verwurmt gewesen sein musste, was den Darmtrakt geschädigt hat. Trotz der Entwurmung von Animal Happyend hatte sie noch Darmprobleme, glücklicherweise wurden keine Würmer in ihrem Kot gefunden. Ansonsten war Cora zum Glück gesund, was uns sehr gefreut hat. Weiterhin übten wir stetig mit ihr, dass sie ihr Geschäft draussen zu erledigen hat. Diese Arbeit trug nach den ersten Tagen bereits erste Früchte. Durch grosse Belohnung konnte sie sich dies auch gut einprägen. Es passierte natürlich ab und an noch ein Missgeschick, weil es manchmal einfach zu schnell ging und Cora noch nicht anzeigte, dass sie raus muss. Dies war aber nicht weiter schlimm. Ihr Körper hat sich auch sehr verändert, nach ein paar Tagen sah sie schon viel weniger knochig aus und wirkte immer mehr wie ein gesunder Junghund. Wir haben ihr beigebracht, dass sie während der Fütterung warten muss, was sie sehr schnell im Griff hatte! Cora ist wirklich ein extrem lernfreudiges und schlaues Hündchen. In den ersten Tagen lernte Cora auch schon ihre ersten neuen Hundefreunde kennen, welchen sie sich gegenüber sehr freudig zeigte. Sie hat den sozialen Kontakt mit Artgenossen seit Anfang an genossen und spielte sehr gerne.
Das erste halbe Jahr
Cora hat in den vergangenen Wochen schon gelernt, wie man „Sitz“ und „Platz“ macht, dies haben wir natürlich langsam aufgebaut, denn wir wollten die kleine auf keinen Fall überfordern. Das mit der Stubenreinheit hatte sie dann auch ganz gut raus und auch das Anzeigen klappte wunderbar, wir mussten nur schnell sein. Sie war wirklich sehr schlau und man spürte immer mehr, wie glücklich Cora in ihrem neuen Zuhause ist. Sie hatte auch viele Flausen im Kopf, musste alles ausprobieren, die Grenzen austesten. Völlig normal für ein Junghund in dem Alter! Sie wuchs zu einem wunderschönen Junghund heran und wurde immer prächtiger! Das Training zahlte sich aus, auch „Warten“, „Pfötchen geben“, „Stehen“, „Zeigen“, „Bringen“ und „Nach hinten“ beherrschte Cora mit bravour.
Der Durchfall war leider zwischendurch immer noch vorhanden, viele male gingen wir zum Tierarzt, schickten Kotproben ins Labor, liessen Abklärungen machen. Mit der Zeit hat sich herausgestellt, dass Cora einfach einen extrem empfindlichen Darm hat, ansonsten aber zum Glück gesund ist. Trotz hochwertigem Futter mussten wir sehr lange herausfinden, was sie verträgt und was nicht. Als wir dann sicher waren, dass Cora gesund war und keine Ansteckungsgefahr für andere Hunde herrschte, haben wir uns direkt in der Hundeschule Valentina in Oberurdorf für den Junghundekurs angemeldet. Die Hundeschule besuchte Cora sehr gerne, sie genoss stets den Kontakt mit Artgenossen und zeigte sich nach wie vor sehr lernfreudig! Langsam steigerten wir auch mit Freilauftraining, welches Cora immer sehr genossen hat!
Auch unsere Katzen haben sich super an den Familienzuwachs gewohnt, sie waren zwar von Anfang an neugierig, aber langsam haben sie sich immer näher an das grosse Hündchen herangetraut. Cora hat selbstverständlich seit Anfang an gelernt, dass sie die Katzen nicht jagen darf und dass sie langsam auf die Katzen zugehen muss.
Mitte August begannen ihre Zitzen anzuschwellen, auf einmal fanden wir ein paar Tropfen Blut auf dem Boden – unser kleines Mädchen war das erste mal läufig! Wir haben ihr dann gleich eine alte Baumwollunterhose angezogen, die wir für sie zugeschnitten haben. Ständig zog sie sich das Höschen aus, vor allem dann, wenn wir mal einen Moment nicht hinsahen! Die kleine war schlau und wusste genau, dass so ein Höschen nichts an einem Hund verloren hat. Wir besprachen die Läufigkeit mit unserem Tierarzt betreffend der Kastration. Als Cora nicht mehr läufig war, stellten wir sie nochmals bei unserer Tierarztpraxis vor und vereinbarten sodann den Termin für die Kastra, welche am 31. Oktober stattfinden sollte.
Das zweite halbe Jahr Cora hat sich weiterhin super entwickelt, sie ist mittlerweile zu einem voll „alltagstauglichen“ Hund herangewachsen. Sie wirkt viel sicherer und ist mittlerweile auch schon gut ans Reisen im Zug, Bus und Tram gewohnt. Auch längere Reisen sind für Cora kein Problem.
Den Junghundekurs in der Hundeschule Valentina besuchte Cora sehr gerne, sie zeigte sich stets lernwillig und aufgeschlossen gegenüber den anderen Hunden im Kurs. Nach der Kursstunde durfte sie jeweils noch mit den Hunden im gesicherten Auslauf rumtoben. Wir mussten aber wegen der Kastration am 31. Oktober eine Pause beim Junghundekurs einlegen.
Cora hat die Kastration glücklicherweise komplikationslos überstanden. Anfangs hatte sie grosse Schmerzen wegen der frischen Wunde und der Trichter gefiel ihr gar nicht. Da wir aber unsere Cora mittlerweile gut einschätzen konnten, wussten wir, dass ein Kastra-Body nicht in Frage kommt, da unser Mädel mit dem Body mit Sicherheit an die Wunde gelangt wäre und dort an den Fäden gezogen hätte. Die „Trichter-Zeit“ war anstrengend für uns alle, aber vor allem für Cora. Wir wussten aber, dass es besser für sie ist. An dem Tag als sie den Trichter endlich abbekam, blühte sie wieder richtig auf und verhielt sich genau wie vorher munter, verspielt und freundlich. Schon bald begannen die Haare am Bäuchlein wieder zu wachsen und die Narbe heilte sehr gut ab. Nach einer Nachkontrolle beim Tierarzt sowie dem Auszug der Fäden durften wir endlich unseren Junghundekurs fortsetzen. Nach wie vor hatten wir glücklicherweise keine Wesensveränderung wegen der Kastration festgestellt, was uns sehr freute und beruhigte. In der Hundeschule sowie auch im täglichen Umfeld lief weiterhin alles prima und Cora hat zwischenzeitlich noch mehr gelernt. Ihren ersten Geburtstag am 15.11.2017 feierten wir natürlich auch, Cora wurde beschenkt und bespasst, sie hat ihren Geburtstag sehr genossen :-).
Den Junghundekurs haben wir mit Cora vor Weihnachten erfolgreich abgeschlossen und im neuen Jahr 2018 ging es weiter mit dem ergänzenden Erziehungskurs. Auch dieser lief super und wurde mittlerweile komplett absolviert. Cora ist zu einer sehr zufriedenen, freundlichen und wohlerzogenen Hundedame herangewachsen und hört sehr gut auf uns. Besser könnte es nicht sein!
Wir haben das grosse Glück gehabt, dass Animal Happyend uns ihr Vertrauen entgegenbringt und uns ein hilfsbedürftiges Wesen anvertraut haben. Cora ist unser „Happyend“, wir sind jeden Tag sehr glücklich mit ihr und wir spüren, dass Cora es auch ist. Wir möchten uns an dieser Selle nochmals herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken. Einen tolleren Familienhund hätten wir uns nicht vorstellen können! Wir werden Animal Happyend auf jeden Fall treu bleiben und empfehlen die Institution auch oft an Bekannte weiter.
Beste Grüsse Luca Caprez & Laura Vera Fausch
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