Erfahrungsbericht von Bella neu Nukka aus Ungarn

.04.2023

Wir durften Bella, jetzt Nukka (Inuit für ‘kleine Schwester’) am 7.7.22 in Wädenswil in Empfang nehmen. Sie war sehr ängstlich, gehetzt, eine unsichere Huskyhündin und preschte generell, wenn sie nicht weiter wusste, nach vorn. Das bekam vor allem ihr ‘grosser Bruder’ Bailey (ebenfalls ein toller Husky aus dem Tierschutz) zu spüren. Er ist ein absoluter Bär und hat sich nie gewehrt und nur eingesteckt. Zwischenzeitlich verkroch er sich in die Duschwanne, weil er sich nur noch dort sicher vor Nukka fühlte. Da mussten wir uns sofort Hilfe holen, da wir trotz viel Erfahrung mit TS-Husky’s mit der ängstlichen, unsicheren und auf Flucht gebürsteten Nukka an unser aller Grenzen kamen. Ihre Ausbruchsversuche sind auch an der Türe als tiefe Kerben erkennbar.
Wir bekamen diese dringende Hilfe durch eine erfahrene Hundetrainerin (auch von TS-Hunden) langsam in den Griff. Heute sind die beiden schon sehr gute Freunde 😉 Nukka erträgt nur stoisch die Lektionen der Hundeschule, weil ihr heiss geliebter grosser ‘Bruder’ nicht dabei ist. Zwischenzeitlich hat sie in der HS einen anderen tollen Rüden kennen gelernt, mit welchem sie nach der Lektion toll spielen und rennen kann. Dann erwachen ihre  tiefverborgenen Husky-Geister zu vollem Leben … Traumhaft die beiden zu beobachten.

Sie hat uns oft fast zum Verzweifeln gebracht. Doch wir gaben nicht auf. Froh um jeden noch so kleinen Schritt in die richtige Richtung erfüllt uns mit grosser Zuversicht und Dankbarkeit. Wir dürfen ihr zeigen, dass es auch gute Menschen gibt und sie noch viel schönes erleben kann und sich weiterentwickeln kann. Wir helfen ihr Mut zu entwickeln und selbstbewusst mit uns durch ihr Leben zu gehen.
Sie hat auch das Herz meiner 90 jährigen Mutter im Sturm erobert mit ihren mittlerweile sanften Art ein Gudi aus der Hand zu nehmen und dabei mit ihren schönen hellblauen Augen in ihre Augen zu blicken.

Wir haben schon einiges erreicht, werden ihr weiter zeigen, dass es noch viele schöne Ausflüge gibt obwohl sie das Autofahren hasst und mit lautstarkem Heulen und Jammern kommentiert. Dabei unterstützt sie zwischenzeitlich Bailey mit Husky-Wolfsgeheul, so dass man auf Musik gerne verzichten kann.
Wir sind froh, dass sie vieles schon annehmen kann und uns Geduld und Demut bei gebracht hat. Sie ist eine tolle Hündin und wir freuen uns auf noch viele tolle und lange Jahre in unserem Rudel.

Danke, liebes Team der AHE, dass wir nach Mishka eine weitere fantastische Husky-Hündin aus eurer Station adoptieren und willkommen heissen durften. Bestimmt wird sie einen Teil ihrer geheimnisvollen Art behalten – für uns ist das ok, wir lieben sie, wie sie eben ist.  

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