Erfahrungsbericht von Belmo aus Ungarn
Publiziert: Dienstag, 25.10.2022
Belmo kam am 14. Januar 2022 mit dem Transporter in die Schweiz. Trotz oder gerade wegen der langen Reise war er völlig aufgestellt, als er das Fahrzeug verlies und es war amüsant diesem kleinen Wirbelwind zuzuschauen. Kurz nach der Ankunft und nachdem er sich die Füsse vertreten hatte, ging es für Belmo in sein neues Zuhause. Den ganzen ersten Tag war er so aufgedreht, dass er völlig vergas sich um seine Bedürfnisse zu kümmern. Irgendwann war er dann so müde, dass er im Stehen einschlief und langsam zu Boden ging. Die restlichen Bedürfnisse erledigte er dann in der Nacht in der Wohnung.
Die darauffolgenden Tage ging es darum, dass er sich an seine neue Umgebung / seine neue Heimat gewöhnte und ganz besonders, dass er stubenrein wurde. Das mit der Stubenreinheit erforderte unter anderem, dass sämtliche Teppiche vorerst beiseite geräumt werden mussten. Ferner musste ich schauen, dass ich (neben der Arbeit) immer schaue, dass ich mit ihm sofort raus gehe, wenn er anzeigte, dass er raus musste. Bei Belmo zeigte sich dies unter anderem dadurch, dass er sehr unruhig wurde und zur Ablenkung mit seinen Spielsachen zu spielen begann. Hin und wieder zeigte er es auch dadurch an, dass er sich vor / neben mich setzte und sein Blick an mir haftete.
Irgendwann waren die Grundlagen für die Stubenreinheit gelegt und die Geschäfte wurden mehrheitlich ausser Haus erledigt. Es gab nur ganz wenige Zwischenfälle, welche man auch ganz eindeutigen Ursachen zuordnen konnte.
Belmo lernte in seiner neuen Umgebung schnell Hunde kennen, mit denen er über eine grössere Wiese toben konnte. Er liebt es zu Rennen. Er wuchs auch schnell in die Höhe, wobei er ein sehr schlanker, langbeiniger Hund wurde. Neben dem Spielen mit Hunden, hatte er auch schnell seinen Fokus bei den Menschen in der Nähe, mit der Hoffnung, den ein oder anderen Happen zu ergattern. Neben den Hundebesitzern, denen er mit seinem lieben Aussehen immer wieder Futter abnehmen konnte, hat sich Belmo auch auf das Fressen von jeglichem, was am Boden liegt und fressbar ist, spezialisiert. Manchmal war es wirklich zum verzweifeln und zu seiner eigenen Sicherheit hätte man ihm am liebsten einen Maulkorb angezogen. Manchmal war es aber wieder besser, doch man muss ihn doch stets im Auge haben, da er nach wie vor gerne einiges vom Boden frisst.
Ab Februar 2022 ging Belmo auch noch in die Hundeschule, wo wir gemeinsam den Junghundekurs belegten. Ich war mit der Ausbildung in der gewählten Hundeschule nicht sehr zufrieden und kann nur empfehlen sich die Hundeschule genau unter die Lupe zu nehmen. Nachdem ich meine 10 Lektionen hinter mir hatte, ging ich vorerst nicht wieder in eine Hundeschule, da die Erfahrung doch er die Stimmung diesbezüglich getrübt hatte.
Auf Mai hin durfte Belmo seinen ersten Umzug mitmachen. Es ging für uns nach Schaffhausen, wo er neue Freunde kennenlernen durfte. Dazu gehört auch ein Husky, der im selben Alter ist wie Belmo. In Schaffhausen habe ich auch wieder einen Anlauf genommen und mich für eine Hundeschule angemeldet. Die Hundeschule bietet Belmo einen guten Ausgleich zum sonstigen Programm, da er anders ausgelastet wird. Ich überlege mir auch mit ihm andere Kurse zu belegen und ihn unter anderem fürs Agillity anzumelden.
Gesundheitlich gibt es nicht viel zu sagen. Belmo wurde drei Mal entwurmt, wobei ich zwei Mal vor der Entwurmung getestet habe, ob es überhaupt notwendig ist zu entwurmen. Beim ersten Mal hatte er neben den für Junghunden üblichen Spulwürmern auch Giardia in der Probe. Diese wurden erfolgreich behandelt. Drei Monate später waren es nur Spulwürmer. Die ständigen Behandlungen haben ihm doch viel abverlangt, doch mit Tierärztlicher Betreuung sind wir daran seine Darmflora wieder aufzubauen.
Belmo ist ein sehr lieber und manchmal etwas hinterlistiger junger Hund. Er hat immer noch sehr viel Angst alleine gelassen zu werden, was man bei der Rückkehr sehr deutlich sieht. Sein liebes Aussehen und generell ruhiges Verhalten trägt sehr zu seiner Beliebtheit bei. Belmo ist ein wertvolles Familienmitglied geworden und trotzdem, dass es sehr viel Arbeit und Organisationsgeschick erfordert, ist er ein wichtiger Teil meines Lebens.
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