Erfahrungsbericht von Dagobert und Tatjana aus Ungarn

.12.2025

Dagobert und Tatjana seit 2 Monaten in der Schweiz die ersten Tage und Wochen: Es war für die Hunde und uns eine anstrengende, aber gesegnete Zeit!

Heute: Tatjana zeigt meist, dass sie eine alte Dame ist, d.h. Lichtreflexe oder Regen irritieren oder stören sie draussen. Sie muss tagsüber alle 2,5 bis 3 Stunden in den Garten fürs Bisi. Nachts gibt es meistens ein nasses Bettli, das aber dank genügender Decken und Moltons gut gehandhabt werden kann. Ihre Anhänglichkeit an Dagobert wird dann besonders deutlich, wenn er allein mit meiner Schwester auf Aussenrunde war und zurückkommt, dann bellt sie laut und springt sogar auf wie ein junger Hund. Jeweils den Nachtspaziergang begleitet sie ihn und entscheidet selbst, wann sie wieder heim will (immer früher als er). Da wir uns bei den Aussenrunden ganz auf die Hunde konzentrieren und eh keine guten Kameras haben, gibt es davon (noch) keine Bilder. Für Dagobert wurde eine Hundetrainerin engagiert, die spezialisiert auf Hund aus dem Ausland und/oder Auffangstationen ist. Er ist ein sehr sensibles und wohl auch traumatisiertes Wesen, deshalb ist es gut, dass er Zeit und Raum haben kann, zur Ruhe zu kommen. Nach etwa 3 Wochen hörte er auf, in der Wohnung zu markieren. Scheinbar ist jetzt klar, dass es sein Zuhause ist. Er schätzt es, wenn er nachts neben mir auf seinem Teil Bett noch mit einer Decke zugedeckt wird. Manchmal hat er die mir von Katzen her bekannten „fünf Minuten Durchdrehen“, springt über Sofa und Bett und wir alle müssen uns vorsehen, denn er ist dann wie ein schwere kleine Bombe und alles, was im Weg ist, wird weggefegt. Tägliche Routinen helfen ihm, die innere Angespanntheit immer wieder loszuwerden.

 

Er beginnt Bekanntschaften mit Hunden und Mensch im Dorf zu machen, viele Hunde sind wie er aus Auffangstationen, weshalb die Leute für sein Verhalten Verständnis zeigen. Denn ob er jemals sogenannt normale Begegnungen leben kann, wissen wir nicht. Ebenso wenig wie abschätzbar ist, ob er Katzen gegenüber den Jagdinstinkt jemals verliert. Wir haben deshalb die Terrasse durch einen hohen Holzzaun abgesichert (für beide Seiten). Was wir aber wissen: er ist extrem intelligent! Wenn ausnahmsweise mal ich, die Körperbehinderte, mit ihm im Garten bin, genügt es, ihn entsprechend zu informieren und er schaltet auf langsame Gangart. Und wenn er mal ausbüxt, kommt er auf Rufen hin sofort heim.

Fazit: Obwohl meine Wohnung in wenigem noch so aussieht wie vorher und fast alle Teppiche entfernt werden mussten, könnte ich mir ein Leben ohne die zwei nicht mehr vorstellen und die Freude über sie überwiegt!

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Kommentare

Kommentar von Erica Ciardiello |

😍 Zum Glück gibt es so grossartige Menschen wie sie.🫶

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