Erfahrungsbericht von Fatime neu Samba aus Ungarn
Publiziert: Freitag, 02.12.2022
Fatime heisst jetzt SAMBA und gehört seit Mai zu uns.
Als wir Samba im Tierheim abholen konnten, wirkte sie sehr unsicher und wagte kaum, uns anzuschauen. Sie stieg aber sofort zu mir auf den Rücksitz. Auf der Heimfahrt legte sie nach einer Weile zaghaft ihre Pfoten auf meine Beine.
Daheim zeigte Samba panische Angst vor Treppen und engen Durchgängen und blieb vorerst nur in der Stube. Es dauerte einige Tage und viel geduldiges Zureden, bis sie ihre Angst überwinden und ihr neues Zuhause von unten bis oben erkunden konnte. Sie folgte mir dann pausenlos und kam kaum zur Ruhe. Nach ein paar Wochen fühlte sie sich sicherer und hörte auf, mir ständig wie ein Schatten zu folgen.
Samba zeigt manchmal noch plötzliche Panik in fremder Umgebung mit Lifttüren oder Abschrankungen, dann legt sie sich in grosser Angst flach auf den Boden, und auch in solchen Momenten braucht es vor allem Geduld bis sie sich weiterwagt. Doch solche Situationen kommen immer seltener vor.
Ihre anfängliche Angst vor Männern, Kindern und Wasser hat sie nach und nach abgelegt. Sie freut sich, wenn uns die Enkel besuchen oder Kinder sie streicheln.
Im Freien ist Samba aufgestellt und selbstbewusst. Von Anfang an hat sie sich gut mit den Hunden im Quartier verstanden und schnell viele zwei- und vierbeinige Freunde gefunden. Wir konnten sie schon nach einem Monat von der Leine lassen. Seither läuft sie meistens frei, lässt uns aber nie aus den Augen und reagiert freudig und zuverlässig auf Rückruf.
Manchmal dreht sie übermütige Runden, überspringt ein Bächlein im Zickzack, rast zurück und schaut erwartungsvoll, ob’s eine Belohnung für ihre tolle Vorführung gibt. Es ist immer eine Freude, mit ihr unterwegs zu sein.
Samba wollte nie spielen aber draussen sucht sie begeistert nach Leckerlis, die wir ausgelegt haben und zuhause zerfetzt sie gern Kartonschachteln, in welchen ein paar Gutzis versteckt sind. Wir üben nun das Apportieren und es klappt schon recht gut mit einem Fell-Dummy.
Ob im Camper oder im Hotel, Samba verhält sich überall problemlos und geniesst das enge Zusammensein in ihrem «Rudel». Sie ist eine ruhige, liebe Hündin und kann, wenn nötig, auch mal ein paar Stunden allein gelassen werden.
Samba hat ein grosses Bedürfnis nach Nähe und Zuwendung, das sie jetzt mit uns voll ausleben kann und wir sind glücklich, dass sie schnell grosses Vertrauen entwickelte und so fröhlich und zufrieden wirkt.
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