Erfahrungsbericht von Helmi-3 aus Ungarn
Publiziert: Donnerstag, 02.11.2023
Die Ankunft von Helmi bei mir zu Hause, letzten Dezember war sehr schwierig. Helmi hatte allgegenwärtig Angst und schien enorm gestresst zu sein. Aufgrund der massiven Angst konnte ich nicht mit ihm arbeiten. Ich habe bereits in der zweiten Woche nach Helmi’s Ankinft eine ausgezeichnete Hundetrainerin gefunden. Die Hundetrainerin hat mir rasch eine Verhaltenstierärztin empfohlen welche sich der Angstzustände von Helmi angenommen hat. Helmi nimmt inzwischen ein Medikament zur Angstreduzierung und Stressminimierung ein, seither hat sich sowohl sein Zustand, wie auch die Trainingsmöglichkeiten massiv verbessert. Im Alltag wirkt Helmi inzwischen meist gelassen und macht während den Trainingseinheiten riesengrosse Fortschritte. Das war vor der Medikamenten Verabreichung leider alles nicht möglich. Helmi zeigte bei Geräuschen innerhalb des Wohnhauses, unterwegs, in Kontakt mit anderen Personen und zu Hause viele Stress-Anzeichen. Dank der kompetenten Begleitung der Trainerin und der tollen Tierärztin sind wir inzwischen auf einem guten Weg. In den Herbstferien verbrachten wir drei Wochen im Campervan mit Helmi in Nord Schweden. Diese Zeit hat Helmi offensichtlich sehr gut getan er wirkte sehr ausgelassen, neugierig und hat sich in der Natur ausgetobt. Auf unseren Spaziergängen schnüffelt Helmi viel, rennt Stöckchen hinterher und spielt ausgelassen mit anderen Hunden. Der Kontakt mit anderen Hunden war für Helmi von Anfang an kein Problem. Ich schliesse das darauf, dass er so lange Zeit im Tierheim in Ungarn verbracht hat, und sich der Kontakt mit anderen Hunden gewöhnt war.
Die Vor- und Nachkontrolle mit Marion habe ich sehr geschätzt. Marion hat sich sehr interessiert und auch nach der Ankunft von Helmi bei mir zu Hause hat sich Marion aktiv nach unserem befinden erkundigt.
Ich habe es etwas bedauert dass seitens der Pflegefamilie und seitens der Organisation nicht noch deutlicher kommuniziert wurde, wie gross die Angstzustände von Helmi gewesen sind. Ich hätte mich auf jeden Fall nach wie vor für Helmi entschieden, wäre jedoch etwas vorbereiteter in dieses Abenteuer gestartet. Wie in der Beschreibung des Mentoring, wurde beschrieben, dass Helmi seine Angst überwunden habe. Dies war überhaupt nicht der Fall. Jedoch sehe ich es auch, dass Helmi nach einem Jahr im Tierheim wahrscheinlich ein anderes Verhalten gezeigt hat, als nach einer langen Reise in die Schweiz, einem Aufenthalt in der Pflegefamilie, dann wieder einen Umzug zu mir und dem Prozess des Ankommens.
Ich bin sehr froh, dass Helmi nun Teil meines Lebens und Alltags ist und wir haben viele erlebnisreiche Stunden. Es bereitet mir grosse Freude, die enormen Fortschritte von Helmi zu beobachten und zu sehen, dass er endlich Hund sein kann. In neuen, für Helmi ungewohnten Situationen, reagiert Helmi nach wie vor sehr ängstlich, dies äussert sich durch starkes Zittern und einem Zustand von Erstarrung. Dahingehend sind wir noch am herausfinden, welche Möglichkeiten wir Helmi bieten können, damit er die Angst langsam überwinden kann.
Auf jeden Fall bedanke ich mich bei AnimalHappyend für das entgegengebrachte Vertrauen! Ich gebe alles für Helmi.
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