Erfahrungsbericht von Maci-20 aus Ungarn

.11.2023

Unser kleiner Bär  – ein wahrlich grosses Geschenk! Vor 10 Monaten durften wir den gut 9-jährigen Maci, einen imposanten und wunderschönen Tibet Mastiff in der Schweiz empfangen. Aufgeregt waren wir, denn Maci ist nicht nur ziemlich gross, sondern hat auch schon einige Gebrechen. Sind wir der Aufgabe gewachsen? Fühlt er sich bei uns wohl? Wie geht es ihm gesundheitlich? Wie hat dieser grosse Hund den langen Transport aus Ungarn in die Schweiz überstanden? Wie zeigt sich seine Vergangenheit als langjähriger Kettenhund? Unsere Sorgen waren gänzlich unbegründet. Vom ersten Augenblick an lief alles super. Maci (wir nennen ihn «Massi» oder «kleiner Bär») hat sich problemlos bei uns eingelebt und bereitet uns jeden Tag grosse Freude. Wir lieben den «Kleinen» über alles. Er ist absolut pflegeleicht, war von Beginn weg sehr zutraulich und vom ersten Abend an stubenrein, obwohl er immer draussen gelebt hatte. Schnell hatte er sich bei uns Zuhause seinen Lieblingsplatz erkoren und eine Routine gefunden. Kontakte mit andern Hunden sind völlig unproblematisch und Begegnungen mit Menschen geniesst er sehr. Im Dorf ist er bei Gross und Klein bereits eine «kleine» Berühmtheit mit seiner Grösse, seinem kuscheligen Fell und seinem feinen Wesen. Er hört sehr gut auf uns, bleibt stets in der Nähe und kann dadurch ganz oft freilaufen. Er geniesst diese neue Freiheit und erkundet die neue Welt gerne und in seinem Tempo. Zuhause geniesst er die Ruhe, leckeres Essen, ab und an eine «Kauerei», Streicheleinheiten von Herrchen und Frauchen und den direkten Blick von seinem Stammplatz auf das Geschehen auf dem Dorfplatz 😊
Ganz besonders geniesst er auch das Autofahren, wenn wir mal zu einem Spaziergang weiter weg oder einem Besuch aufbrechen.

Aus gesundheitlicher Sicht war es ein bewegtes erstes Jahr. Die lädierte Hüfte und das beeinträchtigte rechte Hinterbein (es ist für die Tierärzte nicht nachvollziehbar, was hier passiert sein könnte) erschweren das Gehen und Aufstehen und bereiten ihm Schmerzen. Treppensteigen ist inzwischen nicht mehr möglich. Heilen lassen sich diese Gebrechen nicht mehr. Wir hoffen jedoch, dass es für Maci dank dem Schmerzmittel, das wir ihm nun monatlich verabreichen, leichter geht. Die Milben, die er sich im Frühjahr eingefangen hatte, wurden wir zum Glück bald wieder los. Bei der schmerzhaften Abnützungserscheinung an der rechten Vorderpfote, die sich bald danach zeigte, brauchte es etwas mehr Geduld und Pflege und spazieren auf Feld- und Kieswegen war leider während einigen Monaten nicht möglich. Im Frühsommer kam dann der grosse Schock. Bei einer Kontrolluntersuchung kam heraus, dass sich Maci in Ungarn mit Herzwürmern infiziert hatte. Eine schwere Erkrankung, die ohne Behandlung tödlich verläuft. Zum Glück haben wir einen Tierarzt gefunden, der sich mit dieser in der Schweiz noch wenig verbreiteten Erkrankung sehr gut auskennt, uns gut aufgeklärt und begleitet hat. Denn die Behandlung ist anspruchsvoll, dauert lange und ist für das Tier sehr anstrengend und auch gefährlich. Maci selbst lässt die Behandlung mit gewohnt stoischer Ruhe über sich ergehen. Inzwischen haben wir den grössten Teil der Behandlung hinter uns und sind zuversichtlich, dass unser kleiner Bär die Herzwürmer losgeworden ist und sein neues Leben bald noch mehr geniessen kann. Ganz besonders freuen wir uns auf das nächste Jahr mit dem Umzug in unser Haus. Dort wartet ein grosser Garten auf Maci und damit noch mehr Freiheit und die Möglichkeit ganz oft draussen zu sein.

Wir sind sehr dankbar, dass wir Maci ein Zuhause geben dürfen. Wir geniessen jeden Tag mit ihm! Erfreuen uns an seinem friedlichen und treuen Wesen, machen täglich Spaziergänge in gemächlichem Tempo, pflegen sein wunderbares Fell, teilen mit ihm kleine Leckereien und freuen uns, wenn er tief schläft und dabei leise oder auch mal lauter schnarcht. Unser kleiner Bär ist in jeglicher Hinsicht ein grosses Geschenk. Wir hoffen, dass er sein neues Leben bei uns noch lange geniessen darf.

Elgg, 18.11.2023 – 10. Geburtstag von Maci 😊

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