Erfahrungsbericht von Panda aus Ungarn

.08.2023

Es war Liebe auf den ersten Blick. Nicht nur bei uns, sondern bereits schon bei meiner Arbeitskollegin, welche Panda live und in Action bei der Pflegefamilie gesehen hatte und mir nach dem Wochenende die Seite von Animal Happyend mit Bildern und Videos vom Kampfschmuser Panda zeigte.

Die ganze Familie (mit Ausnahme unseres ältesten Sohns) war Feuer und Flamme und schon kurz darauf nahmen wir mit der Pflegefamilie Kontakt auf und vereinbarten einen Termin, um dieses Prachtsexemplar live sehen und erleben zu können.

Auf der Hinfahrt gab es viele Tränen. Unser älterer Sohn wollte partout keinen Hund und zeigte uns alle negativen Aspekte auf, welche so ein Tier mit sich bringe... Panda begrüsste uns mit seinem ganzen Charme – und schon waren wir alle Feuer und Flamme! Wir waren uns einig: So ein schönes, liebes, kräftiges und dennoch so sanftes Wesen hatten wir noch nie gesehen. Auf der Rückfahrt waren wir alle hin und weg – und sogar der grosse Junge meinte: „Also, SO einen Hund kann ich mir gut vorstellen“.

Schlussendlich haderte dann ich – ausgerechnet die, die seit Jahren unbedingt einen Hund wollte. Ein „Listen“-Hund? Nicht, dass ich jemals irgendwelche Hunde schubladisieren würde, aber wie würden Hunde-Begegnungen aussehen? Ist dies der richtige „Anfänger-Hund“? Könnte ich mit Panda am Fussballfeld-Rand stehen und meinen Jungs zuschauen? Habe ich und haben die Kinder genug Kraft, um ihn halten zu können? Nie mehr nach Frankreich fahren? Stehen wir im „Offside“ mit einem solch kräftigen Tier? Mein Verstand, mein Herz, mein Kopf kämpften eine Woche lang. Ich schlief nicht und meine Gedanken drehten sich um die richtige Entscheidung, währenddessen meinem Mann und meinen Söhnen bereits völlig klar war, dass Panda der Richtige ist.

Die liebe Fabienne von der Pflegefamilie verstand meine Bedenken und machte uns das Angebot, Panda für eine Woche zu „testen“ und dann zu entscheiden.

Endlich war der Tag da – unser Panda kam zu uns und verzauberte uns jeden Tag mehr. Seine friedliche und liebevolle Art hat jeden Zweifel weggespült und bereits nach kurzer Zeit war für uns Alle klar, dass wir Panda niemals wieder weggeben würden. Die Hundebegegnungen verliefen von Anfang an einfach nur super und schon bald war Panda der neue VIP-Hund im Dorf. Panda war bereits zu diesem Zeitpunkt super sozialisiert. Er liebt grundsätzlich alle Hunde, alle Menschen und auch unsere Katzen – er wusste von Anfang an genau, dass er sanft zu ihnen sein und ihnen Zeit lassen muss, bis sie sich an dieses grosse Muskelpaket gewöhnen.

Seither ist bereits ein Jahr vergangen und wir haben unendlich viel gelernt. Panda hatte anfangs gerne und oft „gebockt“ und ist am liebsten nur raugekommen, wenn die ganze Familie dabei war oder das Wetter für ihn gepasst hatte. (Kein Wunder, dass man Angst vor Regen hat, wenn man sozusagen so süss wie Zucker ist ;-).) Diese Sturheit hat uns oft fast zur Verzweiflung getrieben, bis wir gelernt hatten, ihn nicht mit Seidenhandschuhen anfassen zu müssen und dass eine klare Rollenverteilung zwischen Herrchen/Frauchen und Hund ein gemeinsames Leben total vereinfacht. Panda hat gelernt, für einige Stunden alleine zu sein oder auch in einer Hundebox mit anderen Hunden zu warten, wenn er mich mal mit zur Arbeit begleitet. Wir haben unsererseits gelernt, dass er in Situationen, welche ihm nicht ganz geheuer sind nichts frisst – und dann aber voller Freude sein Fressen nachholt, wenn wieder alles seinen geregelten Lauf nimmt . Auch die Fussballspiele unserer Kids sind in der Zwischenzeit gar kein Problem mehr. Er liegt brav am Spielfeldrand, nur wenn ein Ball in seine Nähe fliegt muss man auf der Hut sein, dass er das Spielgerät nicht jagt. Man könnte fast schon sagen, dass er irgendwie zum Team-Maskottchen unserer Fussball-Teams geworden ist.

Auch den ersten Kurs in der Hundeschule hat er mit Bravour gemeistert, wobei er – vom Hundeschuleleiter liebevoll „Clown“ genannt – als Bester abgeschlossen hatte (dieser Streber ).

Er läuft mittlerweile (meistens) sehr gut an der Leine, liebt es aber auch, ausgelassen zu springen und zu rennen, lernt sehr gerne Neues und mag es, zu gefallen.

Im Freundes- und Familienkreis hat er alle um den Finger gewickelt und selbst das Grosi, welches anfänglich nicht begeistert von dem 4-beinigen Zuwachs war, hat immer eine Ladung „Gudeli“ in der Küche bereit, damit sie ihren Liebling bei unseren Besuchen nicht nur mit Streicheleinheiten verwöhnen kann.

Wir haben bereits einige Ferien mit Panda erleben dürfen. Seien es Wanderferien in Österreich oder auch Sommerferien in der Toskana – Panda ist mit Herzenslust dabei und es scheint uns, dass er einfach gerne dabei und bei uns ist – egal was wir unternehmen.

Natürlich macht man sich als HundehalterIn immer Gedanken, ob es dem Hund gut geht und ob er sich wohl fühlt. Seine Freude beim Spazieren, seine Begrüssungen, wenn man wieder nach Hause kommt, seine treuen Hundeblicke, die Art wie er mit uns spielt und schmust und vor Allem unser Gefühl sagen uns aber jeden Tag, dass Panda sehr zufrieden scheint und uns – so glauben wir - fast genau so liebt wie wir ihn. Er ist der Erste, der von den Jungs nach einem Schultag geknuddelt wird und bietet uns Allen Lachen, Geborgenheit und auch mal Trost. Auch hat er im Freundeskreis bereits einige Kindern wie auch Erwachsenen die Angst vor Hunden genommen und vielen Hundehaltern im Umkreis gezeigt, dass ein „Listenhund“ nur dann ein Kampfhund ist, wenn man ihn dazu erziehen würde. Seinem Charme kann fast niemand widerstehen ;-)

Wir können uns keinen besseren Hund vorstellen, als unseren Panda und danken Animal Happyend und der Pflegefamilie von ganzem Herzen, welche uns diesen liebevollen und wunderbaren Hund vermittelt hatten.

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