Erfahrungsbericht von Ramona Piosik über einen ängstlichen Pflegehund namens Matyi und dessen Fortschritte

.11.2017

Erfahrungsbericht...." Die ersten 6 Wochen mit unserem Pflegehund Matyi"

Matyi wurde am 28.4.2010 auf einem Parkplatz des Obi in Ungarn gefunden.Seither lebte er im Tierheim in Ungarn. Matyi war sehr ängstlich, anfangs schrie er los, wenn sich jemand näherte.

Mariann, eine Mitarbeiterin im Tierheim, hat viel mit Matyi gearbeitet und schon Vertrauen und ein gutes Verhältnis zu ihm aufgebaut.

29.09.2017: Ankunft in der Schweiz....Die Tür des Transporters öffnete sich und zwei neugierige Augen schauten durch die Gitter der Hundebox, keine Spur von Angst.Auch auf der Autofahrt nach Hause schaute sich Matyi aufmerksam um.

Zuhause angekommen, kaum aus der Box, suchte er von Anfang an meine Nähe. Unsere Hunde wurden freundlich begrüsst, vor allem Bianka, seine ungarische Kollegin, liebte er vom ersten Moment und folgte ihr überall hin, ausser ins Haus. Da er wahrscheinlich noch nie in einem Haus war, machte es ihm Angst und er stockte jeweils vor der Haustür und traute sich nicht über die Schwelle.

Wir fütterten Matyi vom ersten Tag ausschliesslich aus der Hand und somit gewöhnte er sich rasch an unsere Nähe. Bei Berührungen am Hals reagierte er stark, machte sich ganz steif und zitterte. Er lief weg, wenn man auf ihn zulief.

Matyi verbrachte den Tag mit den Hunden im Garten und im Schuppen, am Abend holte ich ihn mit der Leine ins Haus. Dabei waren wir schnell ein eingespieltes Team.

Matyi braucht immer die gleichen Abläufe, das gibt ihm Sicherheit. Wenn ich nun im Garten auf ihn zulaufe, setzt er sich immer an den selben Platz, lässt sich stressfrei anleinen und geht mit mir ins Haus.

Beim Streicheln sind wir nach ein wenig Übung soweit, dass Matyi sich problemlos überall, auch am Hals streicheln lässt.

Seit ein paar Tagen ist Jenci bei uns. Mit ihm blüht Matyi noch mehr auf. Die beiden springen zusammen durch den Garten und spielen. Wenn Jenci zu mir kommt, steht Matyi daneben...Mit Hilfe von Jenci wird er noch ein bisschen mutiger und hat nun auch das Wohnzimmer erobert, wo er sich anfangs nicht reintraute.

Schritt für Schritt fasst Matyi immer mehr Mut und beginnt sein Leben zu geniessen!

Das Körbchen in der warmen Stube hat er für sich entdeckt und verlässt es nur noch, wenns unbedingt sein muss.

Nun fehlt nur noch das passende Zuhause……

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