Erfahrungsbericht von Ronja-2 aus Ungarn

.11.2023

Am 8. Dezember ist Ronja ein Jahr bei uns. Sie ist unser 5. Staffmix, 2 aus dem Tierheim Berlin und zwei aus dem Tierschutz in Frankreich. Vorher hatten wir 3 Boxer, die erste Hündin direkt vom Züchter mit 10 Wochen und zwei Abgabeboxer.

Mit Ronja hatten wir die längsten Anlaufschwierigkeiten. Sie war sehr ängstlich und mein Mann musste sie 3 Tage aus dem Haus tragen. Wir konnten zwei Stunden mit ihr Gassi gehen, sie versäuberte sich nicht. Kaum in der Wohnung, passierte es dann. Wir haben zum Glück einen privaten Rasenplatz hinter dem Haus und stellten fest, dass sie sich dort sicherer fühlte. Sie begann, sich nur dort zu versäubern. Ein riesen Fortschritt. Trotzdem wurde die Wohnung noch ca. 4 Wochen lang zusätzlich täglich benützt. Die  fremden Gerüche der anderen Hunde in der Öffentlichkeit hat sie unglaublich gestresst. Nach einer Woche gewöhnte sie sich immer mehr an ihr neues Leben, Treppen, Lift und Spazierweg, welchen wir strikt einhielten, um ihr Sicherheit zu geben. Es hat immer noch Wochen gedauert, bis sie sich an der Leine versäuberte. Auch auf fremden Gebiet hat sie heute noch Mühe und braucht sehr viel Geduld. Mit unseren Bekannten bei Abwesenheit ein grosses Problem.

Da sie Herzwürmer hatte und erfolgreich behandelt wurden, liess ich trotzdem nach 3 Monaten ein neues Blutbild erstellen. Die Herzwürmer waren besiegt aber sie hatte einen Blutparasiten. Sie bekam Spritzen und nach 3 Monaten musste sie wieder kontrolliert werden. Leider hat sie auf die Spritzen nicht angesprochen und jetzt bekommt sie für einen Monat Doxycare. Nach drei Monaten muss das dritte Blutbild erstellt werden. Es ist med. schwierig, gleich mit dem richtigen Medikament gegen Parasiten anzukämpfen und sie hatte Pech, ist aber trotzdem gut drauf.

Leider hat sie sich jetzt einen Kreuzbandanriss zugezogen. Mit Schonung wird dieses Problem nicht zu bewältigen sein. Dies hat auch keine Lebensqualität, spielt sie doch so gerne mit Kumpels. Also steht eine OP bevor.

Ja, die kleine Maus ist sehr teuer, nicht nur medizinisch, sondern auch das Anknabbern von Gegenständen und Teppichreinigung.  Aber wir lieben sie von ganzem Herzen und geben ihr die besten Chancen für ein gesundes und glückliches Leben.

Ich kann mit Überzeugung sagen, liebevoller kann ein Hund nicht sein. Auch mit den kleinen Enkeln ist sie sehr vorsichtig und rücksichtsvoll. Sie merkt auch, dass sie eher ängstlich sind, eben ein Sensibelchen. Auch kommt von ihr aus nie eine Aggression, da kann sich einer noch so wild benehmen. Sie ist die zurück haltende und  weiss auch, dass sie eine ganz liebe ist und ein Gudi bekommt ……

Das Fernsehsofa ist natürlich der Höhepunkt, zwischen uns zu chillen und gestreichelt zu werden,  muss der Himmel für sie sein.

So sind auch wir glücklich, wieder ein vergessenes Seelchen aus dem Zwinger gerettet zu haben und freuen uns täglich, mit ihr das Leben zu teilen.   

Mit lieben Grüssen, viel Erfolg und magische Momente bei der Vermittlung und alles Gute. Danke an alle für Euren Einsatz.

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