Erfahrungsbericht von Vadoc-3 neu Chips aus Ungarn
Publiziert: Samstag, 11.07.2020
Du erwischt mich mit deiner Mail im denkbar besten Moment. Ich sitze gerade mit einem Caffe auf unserer grossen, eingezäunten Wiese und beobachte Jax ( Labrador, kam als Welpe zu uns) und Chips ( Vadoc ) beim spielen.
Und wenn ich sehe wie Chips sein Leben bei uns geniesst ist es kaum vorstellbar, dass er einst ein verängstigter und sehr unsicherer Hund war.
Nun gehe ich ein Stück zurück..
Für mich und Carlo war es schon immer ein Herzenswunsch Hundeeltern zu werden.
Da wir uns aber der Aufgabe, einen geprägten Hund zu adoptieren, dazumals nicht gewachsen gefühlt haben, entschieden wir uns zu erst für einen Labrador Welpen.
Die Erfahrungen, Erlebnisse, Liebe und auch ein paar Ergernisse mit Jax haben uns so glücklich gemacht. Und trotzdem wussten wir, dass wir noch mehr zu geben hatten.
Da entschieden wir uns für Chips, wer den kleinen Kerl kennt merkt schnell, dass gerade er es wirklich verdient ein tolles zu Hause zu haben.
Zu Anfangs kamen einige grosse und kleinere Herausvorderungen auf uns zu. Er war extrem scheu und verkroch sich am liebsten in sein Bettli. Seine Augen erzählten uns eine traurige Geschichte.
Am schnellsten schloss er mit Jax freundschaft und orientierte sich auch bald an ihm, da Jax ein wahnsinnig fröhlicher und aufgeweckter Junge ist.
Wir beschlossen Chips aber all die Zeit zu geben, die er brauchte um sich an uns zu gewöhnen und um Vertrauen zu fassen.
Wir wiesen auch jeden Besuch an, Chips zu ignorieren und ihn nicht zu bedrängen. In unserem Umfeld trafen wir auf viel Verständtniss, so das Chips langsam lernte, dass ihm jetzt niemand mehr weh tun wird.
Uns war klar, dass man nicht von heute auf morgen mit riesigen Erfolgen rechnen konnte, jedoch wurde Chips mit Jax an seiner Seite immer Mutiger.
Aber auch Jax hatte einiges zu lernen, denn das Futter von Chips ist und war für ihn natürlich Tabu. Mit training und Geduld sind wir heute so weit, das wir die beiden nebeneinader Füttern können und Chips mit der Zeit auch seinen Napf verteidigt hat.
Chips darf bei uns ganz Hund sein und wir lieben Ihn über alles.
Da wir in Liechtenstein eine wundervolle Bergwelt haben, können wir oft Wandern gehen und es ist toll zu sehen wie fit der kleine geworden ist. Zu Anfangs war er fast nur aus Haut und Knochen. Steigernd haben wir seine Muskulatur aufgebauft und jetzt ist er ein richtiges Energiebündel.
In Sachen angst vor Menschen hat Chips auch extreme Vortschritte gemacht. Heute lässt er sich von für ihn fremden Leuten streicheln und geniesst die Aufmerksamkeit. Hin und wieder zeigt er uns aber auch klar, dass er seine Ruhe will und zieht sich an einen der vielen Schlafplätzchen zurück.
Chips brachte aber auch schon von Anfang an Talente mit. Er hat Jax gezeigt wie man ins Auto springt und ein einziger Pfiff auf dem Spaziergang genügt und er kommt sofort zu uns. Ein grandioser Wächter ist er auch, ihm entgeht rein gar nichts, auch wenn wir nicht über jeden Fussgänger informiert werden müssten so beschützt Chips sein zu Hause mit Leidenschaft.
Ein geprägter Hund mag sicher eine Herausvorderung sein, jedoch gibt man ihm viel Zeit, Liebe und eine klare Führung bekommt man einfach einen unglaublich tollen und sehr dankbaren Begleiter der das Leben noch schöner macht.
Wir möchten Animal happyend unseren tiefen Dank aussprechen und in diesem Sinne wünschen wir allen Fellnasen viel Glück und den Menschen den Mut zur Adoption.
Liebe Grüsse
Nadyn, Carlo, Jax und Chips
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