Erfahrungsbericht von Erzso-5 neu Talji aus Ungarn
Publiziert: Montag, 22.01.2024
Am 17. Oktober vor einem Jahr durften wir die liebenswerte Hündin zu uns holen. Sie kam zwei Wochen davor aus Ungarn auf eine Pflegestelle in Basel.
Ich durfte Talji(ehem.)Erzso in Basel besuchen. Diese Begegnung veränderte mein Leben. Ich spürte, dass wir zueinander gehören würden. Dass sie auch zu meinem Mann passen würde, daran hatte ich auch keine Zweifel.
Nach zwei weiteren Besuchen und ca. einer Woche Hoffen und Bangen (es gab noch zwei weitere Bewerber), kam die erlösende Mitteilung, dass sie uns zugesprochen wurde. Das happy- end konnte beginnen. Talji war von Anfang an sehr liebesbedürftig und fröhlich. Ihre Rute wedelt fast ununterbrochen. Sie liebt alle Menschen und Hunde. Möchte am liebsten mit allen Kontakt aufnehmen. Sie verbreitet Freude und zaubert vielen Menschen ein Lächeln auf's Gesicht.
Bevor wir sie adoptierten, hatten wir unsere erste Hündin nach knapp 14 Jahren erlösen müssen, da sie schwer erkrankte. Das war sehr hart. Mir ging es danach stetig schlechter. Ein Leben ohne Hund war für mich unerträglich. Als der Entschluss fiel, dass wir die Kleine adoptieren möchten, kam meine Lebensfreude wieder zurück. Jetzt ist sie bei uns, wir lieben sie sehr.
Nach ca. 3,4 Wochen nach ihrer Ankunft hatte Talji plötzlich sehr hohes Fieber und ihr Allgemeinzustand war richtig schlecht. Wir waren zwei mal mit ihr im Notfall, sie wurde zweimal stationär aufgenommen in der Tierklinik und die Ärzte konnten keine! Diagnose stellen. Es war schlimm, nicht zu wissen was ihr fehlt. Wir entschlossen uns, den Tierarzt zu wechseln, auf Empfehlung gingen wir nach DL, an der Grenze zur Schweiz. Tatsächlich fand dieser den Grund heraus. Sie litt an Borreliose und Rickettsien. Es begann ein längerer Behandlungszeitraum, aber jetzt ist sie gesund. Wir sind diesem Arzt sehr dankbar.
Im August hat sie Schwimmen gelernt und kann nicht genug vom Wasser bekommen. Sie rennt so schnell wie ein Windhund, macht Luftsprünge wie ein Känguruh und Maust wie eine Katze für ihr Leben gern. Das finden wir nicht ganz so toll. Umzulenken ist nicht so einfach, aber wir bleiben dran. Nach drei Wochen begann ich sie von der Leine zu lassen. Das funktionierte schon wunderbar. Sie hört sehr gut, wenn man sie zurückruft - ausser eben, wenn sie Mäuse im Visier hat.
Sie kann schon mal richtig in die Leine beissen und daran zerren, wenn sie noch frei rennen möchte. Das kann sie auf diese Weise gut zum Ausdruck bringen.
Für mich ist es immer und immer wieder so verwunderlich, dass sie nichts fordert. Weder Essen, noch Spazieren...sie ist derart genügsam und nimmt wenn sie was bekommt. Im Haus ist sie wie mein Schatten. Mag immer da sein wo ich bin uns spürt sogar im vermeintlichen Tiefschlaf, wenn ich den Raum verlasse. Ihre Antennen sind immer ausgefahren. Sie liebt es in ihrem weichen Bett zu liegen und dabei sich zu strecken und auch mal zu schnarchen.
Unsere Postbotin und Talji sind richtig gute Freundinnen. Voller Freude rennt sie dann zum Zaun, wen sie sie kommen hört, lässt sich herzen und streicheln. So eine schöne Freundschaft ist das geworden.
Ich könnte noch soviel Schreiben über unsere kleine Ungarin...aber nun muss ich ein Ende finden. Wir würden sie nie wieder hergeben wollen und es jedem wärmstens empfehlen über animal-happyend einen Hund zu adoptieren.
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