Erfahrungsbericht über B.Anti, neu Andi aus Ungarn

.12.2019

Damit er sich nicht zu stark umgewöhnen musste, haben wir ihn einfach ANDI genannt.

Wir merken ihm sehr an, dass sein früheres Leben nicht ganz einfach war. Es gibt so kleine Zeichen, bei denen uns das immer wieder bewusst wird, ohne dass wir es ausser Acht lassen würden. Er wird schnell sehr ängstlich, wenn es Lärm oder laute, seltsame Geräusche gibt. Wir sind vor 6 Wochen umgezogen und wohnen nun in einem Altbau. Da sind die Decken etwas dünner und man hört Schritte und Geräusche von oben. Langsam gewöhnt er sich aber dran, was uns sehr freut. Auch die Folgsamkeit ist durch sein früheres Leben etwas in Mitleidenschaft gezogen worden. Draussen hat er die Nase immer unten, ist aufmerksam auf das, was er riecht und sieht, nur wir sind „Nebensache“. Daher haben wir immer Leckerlis dabei, worauf er sehr anspricht. Es geht sozusagen nur damit. Aber er rennt nicht weg, wenn wir die Leine mal loslassen und er seine eigenen Schritte machen kann. Dabei bleibt natürlich unsere Konzentration, denn wenn er etwas im Wald wittert, würde er dem gern nachgehen.

Bei und mit anderen Hunden verhält er sich ruhig. Wenn er welche kommen sieht, ist er sehr darauf fixiert. Kaum treffen sie sich, schnuppert er kurz und geht dann aber schnell weiter. Sie interessieren ihn auf Dauer nicht sehr. Wir ermutigen ihn zwar, auch mal zu spielen, aber er lässt von anderen Hunden eben schnell ab.

Drinnen ist es ähnlich. Er hat seinen Kopf und wenn er nicht kommen will, dann kommt er auch nicht. Knistern von Leckerlitüten ändert das natürlich. Es geht ihm bei uns (natürlich) gut. Er darf sich legen und schlafen wo er will, wird verwöhnt und beschmust, so lange er will. Manchmal will er aber auch nicht und zieht sich dann auf „seine“ Couch zurück. Ab und zu gibt es aber auch das „Zwangsschmusen“ auf der grossen Couch im Wohnzimmer. Wenn wir merken, er will weg, halten wir ihn ein bisschen und er legt sich freiwillig wieder hin und bleibt dann auch. Damit wollen wir ihm einfach ein bisschen mehr Geborgenheit zeigen. Er schläft dann auch schnell ein.

Er entwickelt sich, aber eben sehr langsam. Wir geben ihm die Zeit, die er braucht. Gleichzeitig geben wir ihm auch Dinge vor und er lernt.

Andi ist ein ganz Toller!!! Wie bei bisher jedem Hund hoffen wir, dass es ihm auch bei uns gut gefällt. Durch die kleinen Fortschritte, die er macht, sind wir aber sicher, dass er sich sehr wohl mit uns fühlt. Wenn eine/r von uns abends heimkommt, freut er sich sehr und das bestätigt uns auch mit unserer Annahme.

Herzliche Grüsse!

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