Erfahrungsbericht von Fanny aus Ungarn

.06.2023

Am 2. März haben wir voller Freude unsere Wundertüte Fanny in Empfang genommen. Sie war vier Monate alt und so herzig und so ängstlich. Fanny hatte vor allem Angst: vor Menschen, vor lauten Geräuschen, vor der Hundeleine, vor dem Wind… Leider ist die Angst nicht vergangen. Wenn z.B. unsere erwachsenen Kinder zu Besuch waren, hat sie überall kleine Pfützchen hinterlassen, obwohl sie grad im Garten war. Am Tag hat die Stubenreinheit noch nicht geklappt, aber von der ersten Nacht an, hat sie meinen Mann geweckt, wenn sie nach draussen musste. Nachdem wir schon recht verzweifelt waren, suchten wir Ende März den Tierarzt auf. Dieser hat uns ein Beruhigungshalsband für sie mitgegeben. Am Nachmittag hat sie dann nur noch geschlafen vor lauter Erschöpfung. Vorher war sie nie richtig zur Ruhe gekommen. Von diesem Tag an ist es aufwärts gegangen.
 
Ich bin auf den Rollstuhl angewiesen, daher liegt die meiste Arbeit bei meinem Mann. Von Anfang an, war mein Rollstuhl ein Zufluchtsort für Fanny. Sie kriecht gerne darunter oder kommt einfach an meine Seite. Sie ist auch nicht ausgewichen, weil der Rollstuhl keinerlei Bedrohung für sie darstellt. Gerne wollte ich mit ihr wie mit unserer verstorbenen Hündin Briciola alleine Spaziergänge unternehmen. Das hat am Anfang überhaupt nicht geklappt.
 
Mittlerweile ist Fanny drei Monate bei uns und wir würden sie nie mehr hergeben. Sie hat sich zu einem richtigen Lausmädchen entwickelt, das unseren Haushalt recht auf den Kopf stellt. Sie ist fröhlich, ausgeglichen und selbstbewusst und hat nur noch vor Kindern Angst (woran wir arbeiten). In der Hundeschule, die mein Mann von Anfang besucht hat, macht sie riesige Fortschritte, weil sie so lernfähig ist. Ich kann seit ca. drei Wochen alleine mit ihr «laufen» gehen. Obwohl sie dann an der kurzen Leine ist, gefällt es ihr und wir geniessen es sehr. Der Rollstuhl ist überhaupt kein Problem. Nur wenn sie etwas stibitzt hat, das sie nicht darf, springt sie auf die Couch in die hinterste Ecke, weil sie genau weiss, dass ich da nicht gut hinkomme. Den Gehorsam müssen wir noch üben, aber vieles klappt schon sehr gut. Fanny ist angekommen in unserer Familie und bereichert unser Leben total.

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