Erfahrungsbericht von Franziska Zellweger

.11.2015

Macht das Sinn?

Macht es Sinn, einen älteren Hund bei sich aufzunehmen. Ein Hund der bereits ein wenig gebrechlich ist, vielleicht schon etwas Probleme mit laufen hat, die eine oder andere Krankheit hat, nicht mehr herumtoben kann?

Macht es Sinn, einen solchen Hund zu sich zu nehmen…

Wir haben uns vor einiger Zeit bei animal Happyend in eine Hündin verliebt, die wir nur von einem Bild her kannten. Wir wussten von Anfang an nichts über sie, ausser dass sie ca. 8 Jahre alt ist, aber wir spürten uns zu ihr hingezogen. Als wir mit dem Verein Kontakt aufnahmen und unsere Interessen bekräftigten, wurde uns gesagt, dass die Hündin nicht mehr so ganz fit ist. Das tat aber keinen Abbruch, denn wir waren schon längst in sie verliebt. Nach einem Gesundheitscheck in Ungarn stellte sich aber heraus, dass sie Spondylose und in beiden Knien Arthrose hat. Wegen der Arthrose kann sie nicht mehr wie andere Hunde herumtoben. Wir wurden offen und schonungslos über dieses Gebrechen informiert, denn nicht alle möchten einen Hund, der nicht mehr herumtoben kann. Nach einem weiteren Tierarztbesuch in Ungarn, wurde festgestellt, dass sie zusätzlich 2 kleine Tumore hat. Wir hatten von Anfang an eine offene und ehrliche Kommunikation seitens des Vereins.

Wir wussten auf was wir uns da einlassen würden, wenn wir die Hündin (Rozi neu Rosi) zu uns nehmen. Es braucht grossen Mut, in einer solchen Situation einen Entscheid zu fällen, Pro oder Contra?

Wir sammelten über den Verein ganz viele nützliche Informationen, jede von uns gestellte Frage wurde prompt und mit grossem Fachwissen ohne Beschönigung beantwortet. Rosi sei lebensfroh, nahezu schmerzfrei, gut sozialisiert und äusserst liebenswürdig wurde uns vom Verein mitgeteilt. Wir waren überzeugt, dass diese Kriterien reichen, für ein schönes Hundeleben und entschieden uns, Rosi mit all ihren Gebrechen zu uns zu nehmen…

Diesen Entscheid haben wir nicht eine einzige Sekunde bereut. Rosi fühlte sich von Anfang an wohl bei uns. Es kam uns vor, als ob sie noch gar nie irgendwo anders zu Hause gewesen ist. Sie gibt uns all ihre Liebe, ist dankbar für jede Kleinigkeit und fügte sich nahtlos in unsere Familie ein. Dies zeigt sie uns jeweils mit einigen wohligen Lauten die sie von sich gibt J Auch mit unseren Katzen verstand sie sich von Anfang an mit einer völligen Selbstverständlichkeit. Jeder Tag mit ihr ist ein Tag voller Freude und Glück und sie zaubert uns jeden Tag ein Lächeln in unsere Herzen und wenn wir ihr in die Augen schauen, wissen wir, dass wir richtig entschieden haben.

Zwischenzeitlich kann Rosi durch ständiges, sanftes Training und eine spezielle Stützmanchette, die sie hinten stützt bereits viel besser laufen. Sie geniesst die sanften kurzen Spaziergänge sehr und ist voller Tatendrang. Demnächst darf sie auch noch zum Hundecoiffeur und die beiden Tumore werden auch noch von unserem Tierarzt entfernt.

Der Verein hat uns von Anfang an in ALLEN Belangen unterstützt. Wir fühlten uns nie alleine und möchten uns ganz herzlich für Rosi bedanken… Sie ist keine Belastung sondern ein Genuss J

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