Erfahrungsbericht von Mütyi-2 neu Gizmo aus Ungarn
Publiziert: Montag, 05.02.2024
Unser Leben mit unserem Tierschutzhund von Animal Happyend
Im Sommer 2022 mussten wir uns von unserem geliebten Dino, einem Kooikerhondje, verabschieden; der Krebs war stärker als jede Bestrahlungs- und Chemotherapie. Eigentlich stand für uns fest, dass in den nächsten Jahren kein neuer Hund bei uns einziehen würde.
Ein halbes Jahr später musste – ich zumindest – feststellen, dass ein Leben ohne Hund zwar möglich, aber sinnlos ist. Mein Mann hätte noch ein wenig ausgehalten, aber so schnell wie ich ihn überzeugen konnte, dass wir unbedingt wieder einen Hund brauchen, war auch er mit unserem „hundelosen“ Leben nicht wirklich glücklich. Bald stand für uns fest, dass es diesmal ein Hund aus dem Tierschutz werden soll. Nach wenigen Recherchen im Internet stiessen wir auf „Mütyi“, der in Ungarn in einem Tierheim lebte, weil er als 3 Monate alter Welpe allein und verlassen in der Stadt umherstreunte. Gottseidank informierten Leute das Tierheim, welches ihn dann aufnahm.
Wir verliebten uns sogleich in dieses Hundchen und stellten den Antrag fast gleichentags an Animal Happyend. Unsere Freude war gross, als wir bald schon Antwort von Animal Happyend bekamen und mit uns das Vorgespräch vereinbart wurde. Und als feststand, dass wir den Kleinen bei uns aufnehmen durften, war die Freude riesengross.
Am 17. Mai 2023 durfte ich „Mütyi“ in Wädenswil in Empfang nehmen. Dieser erste Kontakt, als man mir das Hundchen in die Arme drückte, war unvorstellbar. Augenblicklich schossen mir die Tränen in die Augen, welche dann von dem kleinen Fellknäuel quer übers Gesicht weggeschleckt wurden. In diesem Moment war eine Bindung und eine Liebe entstanden, die unvorstellbar ist und noch immer besteht, ja sogar im Laufe der Monate immer stärker wurde.
Die ersten Stunden in seinem neuen Zuhause wich mir „Mütyi“ nicht von der Seite. Wir kuschelten zusammen auf dem Sofa und er folgte mir sogar auf die Toilette, wo er sich quer über meine Füsse legte (das tut er übrigen immer noch...;-)). Als mein Mann am späten Nachmittag nach Hause kam, wurde er gleich angewuffelt – anscheinend wollte der Kleine mich verteidigen. Aber nach ein paar Stunden war auch zwischen meinem Mann und „Mütyi“ eine schöne Freundschaft entstanden. Am selben Abend entschlossen wir uns, unseren Kleinen umzutaufen: sein neuer Name ist nun Gizmo, dies, weil er mit seinen fast querstehenden Ohren grosse Ähnlichkeit mit einem Gremlin aufweist.
Gizmo hat von Anfang an durchgeschlafen, anfangs bei mir im Bett, inzwischen hat er an seinem eigenen Bettchen mehr Gefallen gefunden. Die Sache mit der Stubenreinheit war am Anfang eine echte Herausforderung. Sein grosses Geschäft hat er von Anfang an draussen gemacht, aber sein Bisi wollte er partout nicht draussen erledigen. Ein Anruf bei Animal Happyend brachte dann den Durchbruch: Der wirklich gute Rat war, mit ihm auf eine reizarme Wiese zu gehen und dann einfach ruhig dazustehen und zu warten. Es brauchte sehr viel Geduld und Nerven, aber tatsächlich erledigte er nach zwei Tagen auch das kleine Geschäft draussen und nach einer Woche war er stubenrein.
Einen Monat nach Gizmo's Einzug bei uns fuhren wir mit dem Wohnmobil in die Ferien an den Rhein. Anfangs war er noch etwas skeptisch und aufgeregt über die neue Fortbewegungsart. Aber er hat sich bald eingelebt und genoss es, uns den ganzen Tag um sich zu haben. Die gemeinsamen Ausflüge mit den Velos war für ihn ein Highlight. Er durfte im Hundevelokorb mitfahren und ab und zu auch ein bisschen am Velo mitlaufen. Natürlich niemals zu lange und auch nur im Schatten oder am Wasser. So verbesserte er nach und nach auch seine Kondition. Nach 10 Tagen Campingferien hatte er schon eine merklich bessere Kondition und wir konnten auch schon kleine Wanderungen mit ihm unternehmen.
Das Alleinebleiben haben wir ihm auch sehr behutsam antrainiert. Anfangs nur ein paar Minuten, die wir dann allmählich ausdehnten. Heute macht es ihm gar nichts mehr aus, drei/vier Stunden alleine zu bleiben. Er schläft dann halt mit seinem „Katzenrudel“, bis ich mittags nach Hause komme.
Die Hundeschule fand er anfangs nicht so prickelnd. Er ist halt ein Freigeist, der gerne seinen sturen Terrierkopf durchsetzt. Trotzdem blieb ich dran und ging jeden Samstagmorgen mit ihm in die Junghundeerziehung. Er ist jetzt so weit, dass er alle wichtigen Befehle kennt und – meistens – auch befolgt. Im Alltag haben wir keine Probleme mit ihm.
Sobald der Frühling kommt will ich mit Gizmo Agility trainieren. Ich denke, das macht ihm bestimmt Spass und er wird körperlich und geistig gefordert. Ich habe schon mit Dino damals Agility betrieben und finde, das ist ein ganz toller Hundesport, der die Bindung zwischen Mensch und Hund sehr festigt.
Alles in allem können wir sagen, dass wir es keine Sekunde bereut haben, einen Hund aus dem Tierschutz bei uns aufgenommen zu haben. Die Dankbarkeit und Liebe, die Gizmo uns entgegenbringt, ist mit Worten kaum zu beschreiben. Wir lieben ihn von ganzem Herzen und hoffen, dass wir noch viele schöne Jahre mit ihm erleben dürfen.
Animal Happyend danke ich ganz herzlich für den tollen Einsatz für die verstossenen und gequälten Hunde!
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