Nicht jede Kastration ist Routine

.03.2026

Täglich werden in unserem Tierheim Hunde kastriert. Die meisten Eingriffe verlaufen wie geplant und gehören mittlerweile zum Alltag unserer Tierärzte. Doch nicht jede Kastration verläuft so unkompliziert wie erwartet.

So auch bei Zaman.

Bei ihm wurde festgestellt, dass ein Hoden nicht im Hodensack lag, sondern sich im Bauchraum befand. Dieser sogenannte Hodenhochstand (Kryptorchismus) ist eine angeborene Fehlentwicklung, bei der ein oder beide Hoden nicht an ihre vorgesehene Position wandern.

Für den Hund bedeutet dies nicht nur ein erhöhtes Risiko für gesundheitliche Probleme (zb. für Tumorbildungen oder Hodentorsion) im Laufe des Lebens, sondern auch einen deutlich aufwendigeren chirurgischen Eingriff. Während eine normale Kastration meist unkompliziert durchgeführt werden kann, muss bei einem im Bauchraum liegenden Hoden zusätzlich der Bauch eröffnet und der versteckte Hoden gesucht und entfernt werden.

Was von aussen wie eine gewöhnliche Kastration aussieht, wird dadurch schnell zu einer wesentlich anspruchsvolleren Operation.

Zaman hat den Eingriff gut überstanden. Sein Fall zeigt jedoch, dass selbst vermeintliche Routineeingriffe immer wieder Überraschungen bereithalten und nicht jede Operation so verläuft, wie sie ursprünglich geplant war.

Solche zusätzlichen medizinischen Massnahmen gehören leider zum Alltag.

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