Gedanken zu unseren Listenhunde
Publiziert: Donnerstag, 10.02.2022 (Kommentare: 0)
Mit diesem Text versuchen wir, unsere Listenhunde besser zu erklären und ihnen so die Vermittlungschancen zu erhöhen. Erste Voraussetzung ist aber schon mal, dass Interessenten in einem Kanton wohnen wo Listenhunde erlaubt sind, das schränkt das Ganze schon mal ein.
Fast alle unsere «vergessenen Hunde», Langzeitinsassen, sind Listenhunde. Zum Teil sind sie schon 6 Jahre im Tierheim. Trotzdem sind es immer noch sehr fröhliche und menschenbezogene Hunde und die meisten dieser Vierbeiner machen am Samstag mit grosser Freude und Begeisterung im Mentorprogramm mit, ihr Highlight der Woche, das zeigt einfach was für einen tollen Charakter diese Hunde haben, auch wenn sie seit Jahren «hinter Gittern» sitzen. Nun kommt das grosse Aber: alle unsere Listenhunde, mit wenigen Ausnahmen, leben im Menhely alleine in den Kennels, da sie hier nicht rudeltauglich sind und kommen nur ab und zu, unter Aufsicht mit anderen Hunden auf den Spielplatz. Sie sind generell verträglich, es entscheidet aber auch die Sympathie und sie lassen sich definitiv nicht die Butter vom Brot nehmen. Natürlich kann man dieses Verhalten nicht 1:1 aus dem Tierheim ins neue Zuhause übernehmen, da es im Tierheim hektisch, lärmig und stressig für die Tiere ist, dazu sind sie nicht ausgelastet, weder körperlich noch geistig. Es ist gut möglich, dass man sie als 2. Hund vermitteln kann, da müsste man dann individuell schauen. Ihre neuen Menschen sollten auf jeden Fall Hundeerfahrung haben, die Vierbeiner lesen können, gewillt sein, die erste Zeit nur mit Maulkorb spazieren zu gehen, bis man den neuen Vierbeiner einschätzen kann und man Zeit hat, ihn kennenzulernen, wie er auf verschiede Situationen, Hundebegegnungen etc. reagiert. Und man sollte entschlossen sein, Zeit und Arbeit, ev. mit einem guten Hundetrainer, in diese wundervollen Tiere zu investieren, dann bekommt man die besten, loyalsten, vierbeinigen Begleiter, die man sich wünschen kann.
Rassebeschreibung:
Der American Staffordshire Terrier ist ein mutiger, intelligenter und treuer Hund, der eine starke Bindung zu seinem Besitzer aufbaut. Trotz seines Erscheinungsbildes ist der Amstaff überraschend verspielt und liebt es zu schmusen. Der aufmerksame Hund bewacht sein menschliches Rudel mit Leidenschaft und geht dann in den „Verteidigungsmodus“ über. Damit es nicht zu schweren Konflikten kommt, wenn der Vierbeiner seine Familie bedroht sieht, braucht er eine konsequente aber liebevolle Erziehung. Generell eignet er sich nur für erfahrene Hundebesitzer, die viel Zeit in die Ausbildung investieren können. Entgegen aller Vermutungen hat die Rasse eine relativ hohe Reizschwelle und bleibt in vielen Situationen ruhig und gelassen. Aufgrund seiner dominanten Art und seinem ausgeprägt starken Charakter verträgt er sich oft nicht so gut mit anderen Hunden. Er muss seinen starken Bewegungsdrang regelmäßig befriedigen und will sowohl körperlich als auch geistig ausreichend ausgelastet werden.
Nebenstehend sind Angie, Wicca, Spuri und Hunor abgebildet. Frontbild ist Bluey. Stellvertretend für über 45 Listenhunde im Tierheim Menhely/Ungarn. Bitte helft diesen Tieren!
In Ungarn warten: Angie, Anizs, Aria-3, Berci, Bluey, Butka, Cory, Doempi-2, Dusty, Gloria-3, Goory, Hilary, Hunor, Izisz, Julius, Kemal, Kira-7, Kisma, Lewis, Lorisz, Lotus, Madox, Mitch-3, Miza, Mordor, Morty, Nixon-2, Pancso, Panda, Ramses-2, Ronja-2, Rudi-7, Rut, Salvador, Sam-9, Selina-2, Spuri, Toepi, Vivi-5, Wicca, Zahira, Zila-2.
In der CH auf Pflegestelle: Manfred, Mulan, Szandra
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