Barack-4 ein absoluter Notfall

.06.2026

Sieben Hunde, ein Leben in Gefangenschaft, und am Ende nur ein Ziel: raus aus diesem Elend. Bei einer Räumung konnten diese sieben Hunde, sechs Malteser und Barack-4, befreit und zu unserem Tierheimpartner in Ungarn gebracht werden. Für die sechs Malteser gab es schnell ein glückliches Ende: Sie fanden ein Zuhause in Deutschland. Doch Barack-4 bleibt zurück. Nicht mehr die Jüngste, schwer krank und trotz allem voller Lebensfreude.

Ihr ganzes Leben lang bedeutete jeder einzelne Tag nur eines: Ausbeutung. Sie wurde benutzt, bis nichts mehr von ihr übrig sein sollte. Sie hat nie ein Sofa gekannt, nie eine streichelnde Hand, die nichts von ihr wollte, nie das Gefühl, einfach nur ein Hund sein zu dürfen. Und doch, das ist das Wunder an ihr,  schaut sie uns mit hellen, fröhlichen Augen an. Sie ist ein aufgestellter, lebensfroher Hund geblieben, obwohl ihr das Leben nie einen Grund dazu gegeben hat.

Aber ihr Körper trägt die Spuren dieser Jahre. Wie so viele ausrangierte Zuchthunde bringt sie schwere Baustellen mit. Ihr fehlen Zähne. Sie hat beidseitig eine schwere Patellaluxation: links Grad 3, rechts Grad 4. Ihre Beine sind stark verkrümmt.

Und dann ist da ihr Herz. Der Herzultraschall hat gezeigt, was wir befürchtet hatten: Sie ist positiv auf Herzwurm getestet und die Krankheit ist bereits weit fortgeschritten. Zahlreiche adulte Herzwürmer waren sichtbar, sowohl in den Gefässen als auch im Hauptstamm des Herzens selbst. Diese Krankheit muss zuerst behandelt werden, bevor an irgendetwas anderes zu denken ist. Das Risiko, sie in dieser Phase zu operieren und in eine Narkose zu legen, ist schlicht gross, es könnte sie das Leben kosten.

Das bedeutet: In den nächsten rund zehn Monaten kann in Ungarn keine einzige Operation durchgeführt werden. Erst muss ihr Herz gerettet werden. Danach braucht es rechts mindestens eine, womöglich mehrere Operationen, um die ausgeprägte Fehlstellung der Gliedmasse zu korrigieren und die Patella dauerhaft zu stabilisieren. Links ist die Situation etwas einfacher, aber auch hier muss operiert werden.

Dieser Hund hat in seinem ganzen Leben noch nie erfahren, was Geborgenheit ist. Geben wir ihr endlich die Chance darauf.

Wir suchen dringend eine Pflegestelle oder einen Gnadenplatz. Ein Tierheim ist für sie der absolut falsche Ort – nach allem, was sie durchgemacht hat, braucht sie Ruhe, Wärme und einen Menschen, der ihr zeigt, dass das Leben auch schön sein kann.

Schon viel Geld wurde investiert. In die Röntgenbilder, den Herzuntersuch, den Herzultraschall sowie die Medikamente für die Therapie. Die Kosten für beide Beine, wenn wir je von nur einer Operation ausgehen, betragen in Ungarn ca. CHF 2'800, welche noch finanziert werden müssen. Darf sie auf einen Gnadenplatz oder Pflegestelle und die Operationen werden in Deutschland oder der Schweiz durchgeführt, werden noch mehr finanzielle Mittel gebraucht. Bleibt sie in Ungarn, wird sie wohl die nächsten zwei Jahre im Tierheim ausharren müssen.

Zurück

© 2007-2026, animal-happyend, Verein für Tiere in Not