Rosa aus Spanien
Publiziert: Freitag, 11.11.2011
Geschichte einer wahren Heldin
Immer wieder hört man von gequälten, misshandelten und grausam getöteten Tieren. Manche haben Glück und werden gerettet - Sie bekommen die Chance, ihre schlimmen Erfahrungen in einer liebevollen Familie zu vergessen. Andere müssen nach ihrer Befreiung erlöst werden oder sterben in den Händen der Tierquäler. Auch unsere ROSA musste am eigenen Körper grausame Schmerzen erfahren. Doch Rosa hatte Glück und ist auf dem Weg in ein besseres Leben.
Wie so oft steht unsere Auffangstationsleiterin Kim mit ihrem Stand am Wochenmarkt in Spanien und verkauft Dinge um Geld für Futter und Unterhaltskosten aufzutreiben und die ortsansässige Bevölkerung über die Missstände der spanischen Tierhaltung aufzuklären. Einmal mehr wird Kim, deren Ruf als engagierte Tierschützerin ihr vorauseilt, ein Häufchen Elend anvertraut. Ein ca. 16 monatiges Hundeweibchen in einem erbärmlichen Zustand – völlig abgemagert, ausgemergelt und mit einem tief in den Hals eingewachsenen Stachelhalsband aus Draht. Ein grauenhafter Anblick! Kim bringt die Hündin sofort zum Tierarzt, um die Leiden so schnell wie möglich zu mindern. Der Tierarzt musste das Stachelhalsband operativ aus dem Hals schneiden. Der Draht und die Stacheln waren so tief im Hals verwachsen, dass das amateurhafte selbstgebastelte Halsband der Hündin bereits als Welpe angelegt worden sein musste. Die Hündin musste unendliche Schmerzen erlitten haben.
Pauline eine unserer stets geschätzten und äusserst designierten Pflegestellen in Spanien nahm die arme Rosa bei sich auf und pflegte die Kleine fortan. Mit grosser Geduld wechselte Pauline Rosa den Verband mehr Mals täglich und säuberte die Wunde. Rosa musste dabei jeweils einen Maulkorb tragen, da die Schmerzen für sie unerträglich waren. An zwei Tagen ging es Rosa gar so schlecht, dass sie aufgrund der starken Schmerzen nicht mehr fressen konnte. Doch auch diese Hürde meisterten Pauline und Rosa tapfer indem Pauline Rosa Flüssignahrung einflösste. Rechtzeitig zu Weihnachten geht es Rosa sichtlich besser, sie blüht au, fängt wieder an zu leben und ist eine richtige schöne Hundedame geworden. Sie liebt es mit ihren Hundefreunden herumzutollen und von Pauline geknuddelt zu werden. Bis zur vollständigen Genesung dauert es jedoch noch ein bisschen. Wir hoffen sehr, dass die seelischen Wunden heilen werden und nur noch die Körperlichen sichtbar bleiben.
Tiere wie Rosa haben meist keine Chance, sich zu helfen - SIE schon! Wenn Sie selber nicht handeln können oder möchten, informieren Sie zumindest den Tierschutz, das Ordnungsamt, den Amtsveterinär oder andere zuständige Stellen.
Rosa durfte am 4. April 2012 in die Arme von der neuen Besitzerin geschlossen werden. Es war ein sehr emotionaler Empfang und wir wissen, dass Rosa nun ihr absolutes Glück gefunden hat, was sie ja auch so verdiente!
Bericht von der neuen Besitzerin von Rosa neu Ayra:
Hier möchten wir euch noch einen kleinen eindruck geben, wie es unserer süssen maus geht.
Seit dem 1. mai können wir sie frei laufen lassen und sie braucht nicht mehr an der leine zu gehen. ayra hat in dieser kurzen zeit soooo viel gelernt und sie lässt uns keinen moment aus den augen. Sie ist überglücklich und zeigt uns das auch bei jeder gelegenheit. Mit scarlett unserer colliehündin hat sie eine wunderbare freundschaft aufgebaut und die beiden spielen jeden tag ausgelassen miteinander. Es tut einem richtig gut im herzen den beiden zuzuschauen, wie liebevoll und zärtlich sie miteinander umgehen. Ich glaube wir haben mit ayra (rosa) keinen hund von euch erhalten, sondern einen "ENGEL" auf vier pfoten.
Wir lieben sie über alles. Sie hat sich lautlos in unsere herzen eingeschlichen und wir möchten uns nochmals von ganzem herzen für dieses wunderbare wesen bedanken.
Kommentare
Einen Kommentar schreiben