Gerettete Seelen aus den "Horrorhöfen"
Publiziert: Montag, 21.07.2025 (Kommentare: 0)
Neun gerettete Seelen aus den "Horrorhöfen" – ein Einsatz, der unter die Haut ging
Ende 2024 fand in Ungarn nahe der österreichischen Grenze eine grossangelegte, mehrwöchige Tierschutzaktion statt. Ein Blick in die Hölle, eine Rettung, die unter die Haut ging. Polizei, Tierschützer und Tierheime arbeiteten Hand in Hand, um das Leid auf mehreren "Horrorhöfen" zu beenden. Eine Frau aus Österreich, die in ihrer Heimat bereits ein Tierhalteverbot hatte, zog weiter nach Ungarn und trieb dort ihr Unwesen mit ihren illegalen Zuchtstätten – unter grauenvollen Bedingungen.
Die Berichte der Einsatzkräfte haben einen nicht losgelassen: Überall Kadaver - Hühner, Hunde, Pferde, Esel, Schafe, Ziegen - vermischt mit Bergen von Unrat, Kot und Urin. Die noch lebenden Tiere sind panisch, apathisch, körperlich wie seelisch schwer gezeichnet und vegetierten in verdreckten Käfigen, Zimmern und Verschlägen dahin. Einige Welpen waren bereits für viel Geld ins Ausland verkauft worden. Die Frau wurde verhaftet, der Fall ging durch die ungarische und internationale Presse. Ein Mahnmal für systematisches Wegsehen und ein Aufruf, weiter hinzusehen.
Wir von Menhely nahmen neun dieser geschundenen Hunde auf:
12.12.2024: Jack Daniel’s fand in Kecskemét Zuflucht
14.12.2024: Kurz darfauf fand Malibu den Weg ins Menhely
19.12.2024: Fear, Bacardi, Szalkas und Morci erreichten unser Partnertierheim (Morci ist immer noch so verängstigt, dass er es bis jetzt noch nicht in die Vermittlung geschafft hat)
27.01.2025: Die vorläufige letzte Gruppe traf ein: Zselinke, Swain und Navin
Neun Seelen, jede mit ihrer eigenen Geschichte. Zum Beispiel Zselinke: sie kam zutiefst verängstigt und gezeichnet ins Tierheim und brachte kurz darauf drei Welpen zur Welt - kleine Wunder nach all dem Leid.
Wir hoffen, dass alle Hunde Menschen finden, die ihnen zeigen, dass Liebe stärker ist als Angst!
Doch all das Leid hat auch eine Botschaft, die wir nicht oft genug wiederholen können:
Bitte unterstützen Sie niemals illegale oder unseriöse Hundezuchten und auch nicht „aus Mitleid“. Die Nachfrage hält das System am Leben. Günstige Welpen aus dem Internet und/oder dem Kofferraum bedeuten fast immer unendliches Leid für die Elterntiere, und für die Hunde selbst meist ein Leben voller Krankheiten, Angst und Trauma.
Als Tierschutzverein sprechen wir uns vehement gegen diese Art der Tiervermehrung aus. Wir setzen alles daran, solche Zustände sichtbar zu machen und zu beenden. Doch der Kampf ist gross. Denn wenn die Zuchten auffliegen, bleiben wir oft mit den Folgen zurück:
Alte, kranke und traumatisierte Hunde, die medizinische Versorgung, Geduld, Liebe und vor allem eines brauchen: eine zweite Chance.
So wie die drei Welpen von Zselinke. Auch sie sind Opfer dieser brutalen Maschinerie. Zwei von ihnen sehen nur eingeschränkt, dies vermutlich durch Inzucht. Sie brauchten spezielle Abklärungen der Augen, und das ist für ein Tierheim kaum zu stemmen, geschweige vor Ort durchführbar. Transporte, Untersuchungen, Nachsorge - das alles erfordert nicht nur finanzielle Mittel, sondern auch viele engagierte, freiwillige Helfer.
Helfen Sie mit durch Spenden, Patenschaften oder indem Sie ihre Geschichte weitertragen. Denn nur gemeinsam können wir verhindern, dass aus Leid immer wieder Leid entsteht.
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