News von Tierschützern

.10.2020 (Kommentare: 1)

Liebe Adoptanten von Hunden aus dem Auslandstierschutz, liebe Interessenten von Hunden aus dem Auslandstierschutz,

jeder Tierschützer freut sich ein Loch in den Bauch, wenn einer seiner Schützlinge die Tötung, ein Shelter oder die Straße verlassen darf! Worüber sich niemand freut, ist, wenn nach drei Stunden, einem Tag oder ein paar Tagen die Meldung kommt, der Hund muss sofort weg, weil er knurrt, sich nicht anfassen lässt, nicht stubenrein ist, bellt, Angst hat, krank ist und und und!

Bitte denkt vorher drüber nach, was ihr da tut! Bedenkt, wo der Hund herkommt, was er vielleicht erlebt hat! Die Meisten kennen nur Gewalt, Hunger, Vertreibung und Angst! Auch wenn man es nicht auf Anhieb sieht, ein Trauma haben alle, manche mehr, andere weniger! Alleine schon die Tatsache, dass die Hunde in eine Box gesteckt, tausende von Kilometern gefahren, bei fremden Menschen abgeladen werden (die Hunde wissen nicht, dass es ihnen jetzt besser gehen soll), fremde Sprache, Menschen, die sie bedrängen, anfassen, auf sie einreden, alles das ist schon eine traumatische Erfahrung!

Bitte lasst den Hunden Zeit, lasst sie ankommen, regt euch nicht über eine Pfütze oder einen Haufen auf! In den ersten Tagen keinen Besuch, laßt es, den armen geretteten Hund allen vorführen zu wollen! Keine Nachbarskinder! Keine Partys! Wenn der Hund mal knurrt, lasst ihn in Ruhe! Wartet, bis er zu euch kommt, bis er eure Hand spüren will! Habt Geduld und Liebe, daß ist das Wichtigste und dann müssen wir nicht mehr lesen: Der Hund muss sofort weg!

All das würde den Tierschützern, egal wo, das Leben so viel leichter machen.

Warum wir manchmal nur den Kopf schütteln können wenn Anfragen kommen wie "ist er Leinen führig? Kann er mit dem Auto mitfahren und ist er Katzen verträglich?"

Unsere Hunde kommen aus Ländern, wo es kein Tierrecht gibt oder umgesetzt wird und können keine Erwartungen erfüllen.

Nicht der Hund muss etwas für uns tun, wir suchen Menschen die alles, wirklich ALLES für einen Auslands-Tierheimhund tun.

Danke für Euer Verständnis

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Kommentare

Kommentar von Evi |

Sehr klar und gut geschrieben. Ein Tierschutzhund soll kein Schnellschuss sein, sondern gut überlegt. Und bitte denkt doppelt und dreifach darüber nach, sollten sich im Haushalt Kinder befinden.

Es braucht Geduld, Verständnis, Einfühlsamkeit, Training und das Bewusstsein, dass der Schützling allenfalls ein Leben lang mit seinem Trauma und Problemen zu kämpfen hat. Ein weiteres Verlassenwerden macht vielleicht alles noch schlimmer - und nichts haben sie mehr verdient als ein liebevolles Zuhause auf Lebenszeit.

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