23. September 2018: JA zu "Wildhüter statt Jäger"

18.09.2018 (Kommentare: 0)

https://www.pro-wildtier.ch/initiative/in-k%C3%BCrze/

DIE INITIATIVE IN KÜRZE

Die heutige Jagd ist kontraproduktiv

Durch die intensive Bejagung der Wildtiere steigt deren Fruchtbarkeit, da die Tiere wegen des Jagddrucks früher geschlechtsreif werden. Dies führt zu einer Bestandszunahme. Von Jägern wird diese künstlich erzeugte Zunahme des Wildtierbestandes als Rechtfertigung für die Tötung der Wildtiere angeführt. 

Erfahrungen und Studien belegen, dass sich der Wildtierbestand auch ohne Bejagung weitgehend selbst reguliert (Wildschongebiet Stadt Zürich, Kanton Genf, Luxemburg mit dem Fuchsjagdverbot). Im Kanton Genf wurde die Jagd 1974 in einer Volksabstimmung durch ein Wildtier-Management ersetzt, das sich bewährt hat. Dieses Modell soll durch die Initiative im Kanton Zürich eingeführt werden.

Nach Annahme der Initiative werden Regulierungen (wie im Wildschongebiet der Stadt Zürich oder im jagdfreien Kanton Genf) nur durch professionell ausgebildete Wildhüterinnen und Wildhüter ausgeführt.

Damit werden für die Wildtiere Stress und ein qualvolles Verenden durch Fehlschüsse drastisch minimiert. Zudem werden Wildhüterinnen und Wildhüter mit 65 Jahren pensioniert und der Konsum von Alkohol ist während der Arbeit strikt verboten. Ganz anders bei der Hobbyjagd: Jägerinnen und Jäger dürfen auch im hohen Alter noch auf die Jagd gehen und konsumieren währenddessen oft Alkohol.

Vorteile der Initiative
  • Verzicht auf tierquälerische Jagdformen wie Fuchsbau- und Treibjagd.
  • Vollzug des Tierschutzes.
  • Jagdunfälle mit Personen sind faktisch auszuschliessen.
  • Keine versehentlichen Abschüsse von Nutz- und Haustieren.
  • Vögel, Feldhasen und weitere werden nicht mehr aus Spass am Töten abgeschossen.
  • Wildtierbeobachtungen werden vermehrt möglich.
  • Die Tier- und Pflanzenvielfalt wird gefördert.
  • Mehr Umwelt- und Naturschutz (Reduktion der Bleibelastung im Wald, Schliessung der Jagdschiessanlagen).
  • Weniger Interessenkonflikte zwischen Jägern und Behörden.
  • Förderung der Wildtierforschung durch Fachpersonen.
  • Schutz und Erhaltung vom Lebensraum der Wildtiere. 
  • Wildhüterinnen und Wildhüter mit eidg. Fachausweis haben eine höhere Berufsbildung (nicht nur ein Jagdschein).

Finanzen

Die Kosten für das professionelle Wildtier-Management betragen rund 12 Mio. Schweizer Franken (das sind 0,08% des Staatshaushalts für das Jahr 2018, d.h. 8 Fr. bei einem Steuerbetrag von 10’000 Fr.). Dafür erhält die Bevölkerung nachhaltigen Natur- und Wildtierschutz.  

Das heutige System der Milizjagd ist keineswegs kostendeckend. Es verursacht ein jährliches Defizit in Millionenhöhe, wobei die Sanierungskosten der Jagdschiessanlagen nicht berücksichtigt sind. 

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