Hundevermittlung

Sari-5

verstorben
Geburtsdatum 17.01.2012
verstorben
Mix
Weiblich
27 kg
57 cm
Regenbogenbruecke - gestorben

Die wunderschöne Sari wurde am 3.1.2024 schwer verletzt ausserhalb von Kecskemét im Strassengraben gefunden. Vermutlich wurde sie angefahren und wie lange sie dort gelegen ist, bis sie jemand entdeckte und Hilfe holte, wissen wir nicht. Sie wurde dann sofort zum Tierarzt gefahren und die Diagnose war, nebst Hautabschürfungen, große traumatische Bauchwandhernie auf der linken Seite und eine Oberschenkelluxation auf der linken Seite. Die Luxation wurde wieder eingerenkt und die Bauchwandhernie muss noch operiert werden. Sie hatte einen OP Termin, welcher aber abgesagt werden musste, da sie an starkem Durchfall litt und sehr viel Gewicht verloren hatte. Nun braucht sie noch etwas Zeit, um wieder zu Kräften zu kommen. Was musste diese Hündin wohl für Schmerzen und Ängste aushalten, man mag sich das gar nicht vorstellen…. Natürlich vermisste Sari niemand….. Ihre Vergangenheit können wir leider nicht mehr ändern, aber ihre Zukunft liegt uns sehr am Herzen und wir hoffen, wir finden liebe Menschen welche Sari noch einen tollen Lebensabend schenken.

Sari ist sehr anhänglich, trotz ihrer traurigen Vergangenheit ist sie sehr lieb, freundlich und uns Menschen sehr zugetan, geniesst Streicheleinheiten, menschliche Zuneigung und Aufmerksamkeit, da hat sie viel Nachholbedarf und musste dies vermutlich viel zu lange missen. Alt, gross und mit einigen gesundheitlichen Baustellen, alles Punkte, welche es nicht ganz einfach machen, für Sari schnell ein liebevolles Zuhause zu finden. Da sind Menschen gefragt, welche ein ganz grosses Herz für alte Hunde haben und sehen, was für ein toller Hund Sari ist, denn mit folgenden Adjektiven kann sie wirklich punkten: freundlich, hübsch, liebenswert, bescheiden, dankbar, treu und das Herz am richtigen Fleck. Sie ist definitiv neugierig auf das Leben ausserhalb des Tierheims, aber braucht natürlich nicht mehr viel Action, sondern gemütliche und ruhige Spaziergänge. Sari hat keine zu grossen Ansprüche, aber sie sollte ihren Lebensabend in Würde und geliebt verbringen dürfen, vielleicht überhaupt das erste Mal in ihrem Leben spüren, dass sie etwas wert ist und es Menschen gibt, welchen sie etwas bedeutet und welche sie umsorgen und beschützen. Wie sie sich mit ihren Artgenossen versteht, wurde noch nicht getestet. Ein Update folgt.

Für unsere allerliebste Hundeseniorin Sari suchen wir ganz dringend ein liebevolles Zuhause (oder eine Pflegestelle), wo man mit ihr schöne Spaziergänge unternimmt, wo sie nicht der Kälte und Hitze ausgesetzt ist, wo sie ein weiches Bettchen hat um sich auszuruhen, wo sie nie mehr Hunger und Durst leiden muss, wo sie verwöhnt wird mit vielen Streicheleinheiten, sie viel Liebe und Fürsorge bekommt und wo sie in der Familie liebevoll und für immer aufgenommen wird.

Wer gibt Sari eine Chance?

Sari wird auf Grund ihres Alters nicht mehr kastriert, ausser es ist machbar, es gleich zusammen mit der Bauchwandhernie zu machen.

Sari muss noch weiter an Gewicht zulegen, am 27.2.2024 ist sie 27,2kg

Update 26.03.2024: Sari lebt im Tierheim aufgrund ihrer körperlichen Verfassung und ihren Handicaps alleine in einem Zwinger. Auf dem Spielplatz war sie schon mit Hunden zusammen, was gut klappt. Sari wünscht sich ruhige andere Vierbeiner, aber auch ein Leben als Einzelprinzessin, wäre für sie kein Problem.

Wann Sari reisefertig ist, hängt davon ab, wann sie OP tauglich ist. Ein Update folgt.

Vielen Dank liebe Erica Ciardiello für die Übernahme der Patenschaft von Sari!

Sari darf voraussichtlich am 24. April 2024 auf einen Pflegeplatz in die Schweiz einreisen.

1.10.2024 Sari ist in Anwesenheit ihrer Familie über die Regenbogenbrücke gegangen. Herzlichen Dank an die Familie, welche Sari ein liebevolles Zuhause geschenkt hat. R.I.P. liebe Sari.

Nachruf Sari (Erfahrungsbericht)
Als Pflegestelle sind wir inzwischen gewohnt eine Auswahl zu treffen aus den vielen Hunden im Menhely und wir vermeiden es eine zu tiefe Bindung einzugehen, damit wir sie dann auch wieder loslassen können wenn sie in ihr «für-immer-Zuhause» ziehen.
Doch ab und zu erscheint ein Photo eines Hundes auf der Internet Seite von Animal-Happyend, welches mich besonders berührt. Sari war so ein Hund, sie ging mir direkt ins Herz.
Eine alte Hündin, wahrscheinlich ein Hütehund, gross, knochig, ein wunderbar silbrig/beiges Fell mit dunklen Ohren und Schnauze.
Gefunden in einem Strassengraben liegend nach einem Autounfall mit ausgerenkter Hüfteund einem Bruch, grosser Bauchwandhernie und Wunden am Kopf.
Natürlich wurde sie im Tierheim sofort behandelt. Das Bein wurde eingerenkt, die Wunden versorgt, doch war sie zu schwach und dünn für die notwendige Operation am Bauch.
Der Tierarzt fand noch entzündete Ohren, einen alten, unbehandelten Beinbruch, Arthritis und einen Mammatumor.
Sie kam mit der Situation im Tierheim trotz aller Bemühungen nicht zurecht, gab auf, wollte sich nicht mehr bewegen, kaum essen.
Ein Tierheimmitarbeiter hat sich besonders um sie gekümmert. War oft bei Ihr, hat mir ihr gesprochen und ihr Essen von Zuhause mitgebracht, doch sie wollte sterben.
Dann sah ich ihr Bild, ihre Augen und wollte ihr unbedingt helfen.
Aber macht das Sinn? Kann sie die anstrengende Reise überstehen? Helfen wir ihr damit oder sollte sie besser in Ruhe gehen dürfen?
Nach vielen E-Mails zwischen Animal-Happyend, dem Tierheim und uns beschlossen wir es zu wagen.
Wir holten Sari Ende April vom Transport in Wädenswil ab, sie war so schwach, dass sie sich kaum auf den Beinen halten konnte um sich endlich, nach vielen Stunden des Transportes zu erleichtern.
Wir luden sie in unser Auto auf den Rücksitz, sicherten sie, sie liess alles erschöpft mit sich machen.
Zuhause war sie kurz unruhig, schlief dann für mehrere Stunden mitten im Wohnzimmer.
Die nächsten Tage war sie nur erschöpft, verwirrt und wusste nicht, wie ihr geschah.
Wahrscheinlich war sie das erste Mal in einer Wohnung. So viel Menschenkontakt war ihr suspekt. Spazierengehen war ihn unbekannt, doch wurde sie innert 2 Tage stubenrein, konnte sie doch jederzeit in unseren Garten. Nach ein paar Tagen fing sie an die Spaziergänge draussen zu geniessen, alles zu erschnuppern und bald auch alles zu markieren. Auch wenn ihr das mit dem Bein heben, immer wieder misslang, war sie auf 3 Beinen einfach zu schwach, so probierte sie es doch immer wieder 😊, was zu lustigen Verrenkungen und Hüpfern führte. Sie fand heraus, dass sie höher markieren konnte, wenn sie sich mit den Hinterbeinen auf einen Stein stellt und so blieb dies dann ihre Art eine Ansage an die anderen Hunde zu platzieren.
Nach 2 Wochen war sie angekommen, Sie genoss die weichen Hundebetten, das regelmässige Essen, wurde von Tag zu Tag stärker.
Bald schlief sie in unserer Nähe im Schlafzimmer und ganz, ganz langsam fing sie auch an Berührungen zu geniessen. Anfangs nur kraulen hinter den Ohren, nach ein paar Wochen zeigte sie uns dann sogar ihren Bauch.
Wir stellten sie unserer Tierärztin vor und sie meinte, dass man nicht viel tun könne wegen der Bauchwandhernie und dem Tumor, wir sollen ihr einfach eine gute Zeit geben und wenn notwendig mit Schmerzmitteln unterstützen.
So erlebten wir zusammen einen wunderschönen Sommer. Sari wurde immer aktiver, stärker, ihr Fell glänzte silbern und ich liebte es meine Hände in ihrer langen, seidigen Mähne am Hals zu versenken.
Wenn wir eine Katze trafen, wollte sie sie verfolgen, doch nach ein paar Galopp Sprüngen ging ihr die Puste aus und so verlegte sie sich darauf Katzen sehr intensiv zu mustern.
Sari fand ihren besten Hundekumpel in der Nachbarschaft und wenn sie den Senior traf, so verwandelte sie sich in eine jugendliche und forderte ihn mit Sprüngen zum Spiel auf, auch wenn man sehr bald merkte, dass sie eigentlich gar keine Kraft mehr hatte.
Nach einiger Zeit erinnerte sie sich daran, dass sie ein Hütehund war und fing an unseren Garten zu bewachen. Jedem Hund, der in der Nachbarschaft bellte, musste geantwortet werden und klar gemacht werden, dass ihr das Quartier gehörte.
Sari hatte oft Schmerzen in der Hüfte und hatte immer wieder Mühe Kraft zu finden, doch sie ignorierte ihre Wehwehchen und genoss jeden einzelnen Tag mit allem, was sie hatte.
Unsere Spaziergänge wurden kürzer, doch sie bestand darauf alle paar Stunden ihr Revier abzulaufen, zu kontrollieren und zu markieren.
Sari wurde zu meinem Seelenhund, ich fand es ok, dass sie mich jede Nacht 1-mal weckte um raus zu gehen und genoss die Runden in den milden Sommernächten unter dem Sternenhimmel (Wenn es regnete ging Sari in der Nacht nur ein paar Schritte raus um sich zu erleichtern und wollte dann gleich wieder ins Bett.)
Sie erlebte die wohl besten 5 Monate ihres Lebens, bis sie eines Tages plötzlich starke Schmerzen hatte. Die Tierärztin bestätigte eine Gebärmutterentzündung.
Eine Operation war wegen ihren vielen gesundheitlichen Baustellen nicht möglich und die Antibiotika schlugen nicht an.
Wir entschieden traurig, dass wir ihr nicht noch mehr Schmerzen zumuten wollten und liessen sie Anfang Oktober bei uns zuhause einschläfern.
Sie wird immer einen Platz in meinem Herzen haben.

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