Hundevermittlung

Tapi-2

verstorben
Geburtsdatum 01.10.2017
verstorben
Mix
Männlich
33 kg
64 cm
Regenbogenbruecke - gestorben

Ursprungsland: Ungarn

Der wunderschöne Tapi kam am 26.10.2021 ins Tierheim, weil sein Besitzer gestorben ist und es niemanden gab, der Tapi ein neues Zuhause schenken wollte. Tapi, laut Impfbuch ein Vizsla x Schäferhund, lebte leider an einer kuren Kette, kannte nur deren Radius und hatte ein alte Hütte als «Schutz». Was für ein trostloses, trauriges Leben! Wir drücken ihm fest die Daumen, dass er die Vergangenheit hinter sich lassen kann und im neuen Leben glücklich voll durchstartet.

Tapi hat viel Nachzuholen und ist eine grosse «Energiebombe». Was muss das für eine Qual gewesen sein, so einen bewegungsfreudigen Hund an der Kette zu halten. Tapi ist trotz allem ein aufgeschlossener, netter und sehr agiler Hundemann, der vor lauter Freude auch stürmisch sein kann. Sein Temperament und Arbeitswille muss nun liebevoll aber konsequent in die richtigen Bahnen geleitet werden. Er braucht dringend geistige wie körperliche Auslastung, klare Regeln und muss lernen, auch zur Ruhe zu kommen. Sicher hätte er viel Freude an sportlichen Aktivitäten, wie Joggen, Wandern, Fahrradfahren usw., einfach alles was Mensch und Hund zusammen Spass macht. Welche unentdeckten Talente in ihm schlummern, dürfen dann seine neuen Menschen herausfinden. Natürlich muss auch Tapi noch etwas die Schulbank drücken, das an der Leine laufen meistert er schon ganz prima. Leider klappt das Zusammenleben mit seinen Artgenossen noch nicht gut, hatte er doch ein isoliertes, einsames Leben führen müssen. Daher braucht Tapi hundeerfahrene Menschen, welche ihn verstehen, führen und lesen können und weiter mit ihm an seiner Verträglichkeit mit anderen Hunden arbeiten.

Für unseren wundervollen Tapi suchen wir hundeerfahrene, sportliche und unternehmungslustige Menschen welche Tapi ein abwechslungsreiches und spannendes Leben schenken und er all das Versäumte nachholen kann. Voller Familienanschluss, Hundeschule, ausgedehnte Spaziergänge, sportliche Aktivitäten, Spiel und Spass, Ruhe und ganz viele Streicheleinheiten und Liebe würden Tapi sehr glücklich machen.

Wem darf Tapi sein Herz schenken?

Tapi-2 verträgt sich nicht mit Katzen.

Update 21.9.2022: Tapi-2 darf ins Trainingscamp einziehen damit auch er auf ein Leben ausserhalb des Tierheims vorbereitet werden kann.

12.10.2023 Update vom Hundetrainer:

Tapi ist ein menschenbezogener Hund. Er begrüßt jeden mit überschäumender Freude, Männer, Frauen und Kinder gleichermassen und kuschelt sich an sie heran. Alles andere ist ihm völlig egal. Ich habe versucht, mit ihm Ball zu spielen, er rennt ihm 1–2-mal hinterher, er bringt ihn zurück, verliert aber schnell das Interesse. Die Gesellschaft von Hunden macht ihn nicht nervös. Versteht sich gut mit Hündinnen, mit Rüden ist er verträglich, aber wenn Menschen in der Nähe sind, ist der andere Hund nicht wirklich interessant. Autofahren macht ihm nichts aus.

Tapi freut sich auf das gemeinsame Training und ist neugierig auf alles. Zieht beim Spazierengehen, lässt sich aber korrigieren. Wenn ich ihn rufe, kommt er und umarmt mich. Auf verschiedenen Untergründen (Beton, Gras, Fliesen, unebenes Gelände) läuft er sicher, er erschrickt nicht, wenn sich der Boden unter seinen Füßen verändert. Die vergitterte Treppe mit Löchern auf dem Trainingsplatz mochte er nicht, aber eher, weil es an den Pfoten unangenehm war.
Tapi sprang ohne Probleme kopfüber in einen mit Plastikflaschen gefüllten Wagen. Weder das Geräusch noch der Lärm haben ihn erschreckt. Er ist ein hervorragender Begleiter beim Laufen, beim Geländelauf und bei Programmen wie Hard Dog Race.

Er verträgt Stadtlärm gut, benimmt sich höflich in der Öffentlichkeit. Er steigt selbstbewusst in den Aufzug (im Spiegel hat er sich richtig gut gefallen 😊) und fährt die Treppe runter und er geht auch rauf mit Selbstvertrauen. Der einfahrende Zug im Bahnhof hat er auch als selbstverständlich hingenommen. Er beobachtete das Geschehen mit Interesse um ihn herum.

Am 7.9.2024 schreibt eine freiwillige, ungarische Helferin. "Tapi kam vor 3 Jahren in die Obhut des Tierheims. Sein Besitzer starb, er war ein Kettenhund. Er befand sich im Sozialisierungstraining.
Wir konnten ihn am Mentorentag auf dem Spielplatz des Tierheims kennenlernen.
Er hat ein sehr gutes Verhältnis zu seiner Betreuerin, er liebt sie, er wäre ihr am liebsten in den Schoß gesprungen und hätte sich an sie gekuschelt. Zu Menschen,  egal ob Erwachsene oder Kinder, war er freundlich. Als er an der Leine auf den Spielplatz des Tierheims geführt und von der Leine gelassen wurde, schaute er sich alles genau an, schnupperte an allem. Als ich ihn beim Namen rief, kam er zu mir. Er zeigte Interesse an den Mentoren und der Welt außerhalb des Spielplatzes.  Zwischendurch lehnte er sich an mein Bein und ließ sich von mir streicheln. Er ist klug und spürt , wer es gut mit ihm meint. Wenn er jemandem nicht vertraut, weicht er vor den Berührungen zurück und springt weg. Nicht aggressiv, sondern vorsichtig. Wenn er einen Besitzer hätte, würde er ihm bedingungslos vertrauen, ihn lieben und respektieren. Aber es sind ihm schon viele schlimme Dinge widerfahren.
Tapi braucht einen Besitzer mit Hundeerfahrung, der ihn mit Liebe und Respekt annimmt. Durch lobende Erziehung und Geduld sollte man ihn führen und einen Tagesablauf mit langen Spaziergängen und spielerischer Aktivitäten einrichten. Er braucht viel Zuwendung und Aufmerksamkeit, woran es ihm in der Vergangenheit mangelte und immer noch mangelt.
Der Zwinger ist für keinen Hund der richtige Ort.
Ich hoffe, dass er bald ein dauerhaftes, sicheres Zuhause bei seiner Familie findet, wo er endlich glücklich sein kann."  

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Susanne Fassbind für die Übernahme der Patenschaft.

Leider ist Tapi im Tierheim verstorben. R.I.P. lieber Tapi.

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